Krankenhaus im Umbruch Innere Abteilung in Bramsche arbeitet voll weiter

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Das Lachen ist dem leitenden Oberarzt Peter Mailänder und seinem Chefarzt Michael K. Müller noch nicht vergangen, obwohl der Alltag in den Niels-Stensen-Kliniken in Bramsche im Moment nicht nur Freude bereitet. Foto: Heiner BeinkeDas Lachen ist dem leitenden Oberarzt Peter Mailänder und seinem Chefarzt Michael K. Müller noch nicht vergangen, obwohl der Alltag in den Niels-Stensen-Kliniken in Bramsche im Moment nicht nur Freude bereitet. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Der Betrieb in der Inneren Abteilung des Bramscher Krankenhauses läuft wie bisher uneingeschränkt weiter. Zu dieser Klarstellung sehen sich Prof. Dr. Michael K. Müller als Chefarzt der Niels-Stensen-Kliniken und Peter Mailänder als Leitender Oberarzt veranlasst, weil sie allgemein eine Unsicherheit nach dem Strukturwandel in Bramsche spüren.

Seit dem 1. Oktober ist die Chirurgie in Bramsche geschlossen , auch die orthopädische Belegabteilung ist nach Ankum gegangen. Die Psychiatrie als neues Standbein ist noch im Aufbau . Müller weiß, dass der Standort im Umbruch ist. Umso wichtiger sei es, darauf hinzuweisen, dass in der Inneren Abteilung mit ihren 58 Betten alle Leistungen wie bisher angeboten würden, mit einem unveränderten Personalstamm, zu dem vier Oberärzte und sechs Assistenzärzte gehören. „Für dieses Haus ist das eine gute Ausstattung“, betont Müller.

Damit könne auch eine Notfallversorgung rund um die Uhr gewährleistet werden, ergänzt Peter Mailänder. „Egal ob Schmerzen in der Burst, Beklemmungsgefühle, Luftnot, Bewusstseinsstörung, hohes Fieber, die Oma mit der Lungenentzündung – alles geht“, betont der Leitende Oberarzt. Lediglich Unfälle könnten nicht mehr versorgt werden, „jeder andere kann selbstverständlich herkommen“.

Der Wegfall der Chirurgie habe auch ihn zunächst frustriert, zumal die Zusammenarbeit mit dem Chirurgie-Chefarzt Thorsten hervorragend gewesen sei, räumt Mailänder ein. Inzwischen aber spiele sich der Alltag so ein, dass die Chirurgie tagsüber in Bramsche präsent sei und alle Fälle wie bisher besprochen werden könnten. Nur die Operation finde in Ankum statt.

Wenn dann Psychiatrie und Psychotherapie sowie ab Januar auch Psychosomatik „ans Netz“ gingen, entstehe ein komplettes, sich ergänzendes Angebot, sagt Chefarzt Müller: „Ich halte das für ein tragfähiges Konzept.“ Das ermögliche auch, dass die Bramscher dann wie erhofft „in zwei Jahren einen Neubau“ als Ersatz für überalterte Stationen bekommen.

Deswegen hofft Müller auch, die Grünen Damen und den Förderverein zu einem Neuanfang bewegen zu können. „Echt schade“ findet der Chefarzt die Aufgabe des ehrenamtlichen Besuchsdienstes. „Ich hoffe, dass sich Menschen finden, um Psychiatrie-Patienten zu betreuen.“ Es sei verständlich, dass es da Ängste gebe, deswegen müsse das Haus Schulungen anbieten, um die Helfer vorzubereiten.

Die Arbeit des Förderkreises findet Müller „wirklich lobenswert“. Der Chefarzt bittet darum, den Plan der Vereinsauflösung noch einmal zu überdenken: Das Haus sei auch ohne die Chirurgie wichtig für die Menschen in Bramsche. Sicher sei das jetzt erreichte Konzept nur ein Teilerfolg, „aber damit muss man leben können. Da kann man ja mal in Dissen nachfragen.“ Dort wurde das Haus geschlossen.


Während es für das Krankenhaus in Dissen keine Zukunft mehr gibt, bekommt das Haus in Bramsche ein neues Konzept, allerdings mit erheblichen Veränderungen, die geteilte Reaktionen hervorgerufen haben .

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