Auch in Vörden und Rieste Katholiken wählen in Bramsche neue Gremienmitglieder

Von Björn Dieckmann

Ulrike, Guido und Tochter Antonia Buck gaben im Forum Martinum ihre Stimme ab. Bei den Wahlen gab es auch ein Familienwahlrecht: Eltern konnten pro Kind insgesamt eine Stimme abgeben. Foto: Holger SchulzeUlrike, Guido und Tochter Antonia Buck gaben im Forum Martinum ihre Stimme ab. Bei den Wahlen gab es auch ein Familienwahlrecht: Eltern konnten pro Kind insgesamt eine Stimme abgeben. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Die Katholiken in Bramsche, Lage-Rieste und Vörden haben am Wochenende die Mitglieder ihrer neuen Kirchenvorständ und Pfarrgemeinderäte bestimmt.

5271 Wahlberechtigte gab es in Bramsche, 339 Katholiken folgten dem Aufruf zum „Aufkreuzen“, wie das bistumsweite Motto zum Urnengang gelautet hatte. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 6,4 Prozent. „Natürlich hätten wir uns mehr gewünscht“, räumt Gerhard Tschöke vom Wahlausschuss ein. Die Beteiligung liege aber „ungefähr im Durchschnitt der vergangenen Wahlen“, so Tschöke weiter. Einzelne Werte aus den bis vor Kurzem eigenständigen katholischen Gemeinden St. Martinus Bramsche, Heilig Geist Gartenstadt und St. Johannes Malgarten lagen Tschöke nicht vor.

Für die nun beginnende vierjährige Amtszeit wurde sowohl für den neuen Kirchenvorstand als auch für den Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Martinus einmalig ein Minderheitenschutz vorgesehen. Demnach hätten St. Johannes Evangelist Malgarten und Heilig Geist Gartenstadt jeweils vier Vertreter in den Kirchenvorstand entsenden können, dem insgesamt 14 Personen angehören. Im Pfarrgemeinderat, dem 18 Personen angehören, hätten je fünf Vertreter von St. Johannes Evangelist und Heilig Geist sitzen können. Allerdings deckte die Zahl der Kandidaten diese Möglichkeit nicht ab.

Daraus resultierend wurden folgende Kandidaten gewählt: Dem Kirchenvorstand: gehören Marianne Brörmann und Katja Tschiedel (Heilig Geist), Andrea Bittmann, Willi Schwalenberg, Reinhard Timper und Ewald Wichmann aus St. Johannes Malgarten sowie Sebastian Kotte, Margareta Hartong, Benedikt Nagels, Franz Diekmann, Tim Schrapper, Wilhelm Monecke, Norbert Borchert und Daniela Manthey aus St. Martinus an. Den Pfarrgemeinderat bilden künftig Anna Rosel Viethmeyer, Barbara Lettrari und Uwe Mecklenburg aus Heilig Geist, Elke Bockstiegel, Silvia Tebbe, Heike Kliesch und Sandra zur Horst aus St. Johannes Malgarten sowie aus St. Martinus Johanna Nagels, Monika Draude, Konrad Notzon, Arndt Bockstiegel, Nicole Schuckmann, Philipp Broxtermann, Jens Kerntopf, Heinz Dödtmann, Gudula Bensmann, Hubert Benge und Larissa Schulz.

Lage-Rieste und Vörden

Gewählt wurde am Wochenende auch in Lage-Rieste und Vörden. In St. Johannes Lage-Rieste gehören künftig dem Kirchenvorstand an: Axel Thye, Claus Kotte, Heinrich Krämer, Josef Krämer, Berthold Mählmann, Jürgen Röwekamp, Heinrich Schraad, Ansgar Steinkamp und Otto Uhlenkamp. Für den Gemeinsamen Pfarrgemeinderat von Lage-Rieste und Vörden wurden folgende Kandidatinnen und Kandidaten aus der Pfarrei Lage gewählt: Kerstin Klawitter, Martin Robke, Christel Scholz, Christa Schall, Doris Torbecke, Sabine Torbecke und Katharina Walter. Die Wahlbeteiligung in Lage Rieste lag bei 18,5 Prozent.

In St. Paulus Vörden bilden künftig den Kirchenvorstand Heinrich Kettler, Klaus Kramer, Martin Rehling, Norbert Remme, Berthold Röwekamp, Frank Schnäker, Edmund Snurawa und Heinrich Timmer. In den Gemeinsamen Pfarrgemeinderat mit Lage-Rieste wurden aus Vörden gewählt: Georg Bittner, Claudia Lücke, Margret Post, Michael Röwekamp, Bianca-Sandra Schnabel, Christiana Schwarze, Susanne Wellmann und Christa-Maria Wüllner. Die Wahlbeteiligung in Vörden: 11,6 Prozent.


Der Pfarrgemeinderat ist das Gremium, in dem über alle wesentlichen Themen und Fragen beraten und entschieden wird, die für die Gestaltung des Gemeindelebens von Bedeutung sind. Dies betrifft unter anderem die Mitverantwortung in der Leitung der Pfarrgemeinde sowie Förderung und Koordination der einzelnen kirchlichen Gruppen. Zentrale Aufgabenfelder sind Liturgie, Katechese, Diakonie und Jugendarbeit.

Der Kirchenvorstand einer Gemeinde ist das finanzielle und administrative Organ der Kirchengemeinde. Er stellt den Haushaltsplan auf, beschließt die Jahresrechnung und beruft den Rendanten. In seine Zuständigkeit fällt auch die Verantwortung für Kindergärten oder Friedhöfe, die in Trägerschaft der Kirchengemeinde stehen.

Die Zahl der Mandatsträger in den Kirchengremien ist von der Anzahl der Gemeindemitglieder abhängig.