Bald Halt an der Bramscher Allee Kompromiss im Busstreit in Engter in Sicht

Von Heiner Beinke

Die Linie 690 von Engter zum Bramscher Busbahnhof soll künftig auch bei Bedarf die Bramscher Allee in Engter anfahren. Archivfoto: Heiner BeinkeDie Linie 690 von Engter zum Bramscher Busbahnhof soll künftig auch bei Bedarf die Bramscher Allee in Engter anfahren. Archivfoto: Heiner Beinke

Bramsche/Engter. Der Linienbus könnte bei Bedarf einen Abstecher in die Bramscher Allee in Engter machen, um Fahrgäste, vor allem Schüler, aus dem Neubaugebiet einzusammeln. Mit diesem Kompromiss löste sich in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am Donnerstag quasi in letzter Minute ein sich abzeichnender Konflikt auf.

Zu Beginn der Sitzung hatte für die Stadtverwaltung Cornelis van de Water den Wunsch des Ortsrates Engter nach Busanbindung für das Neubaugebiet skeptisch beurteilt. Auch langfristig sei kaum eine andere Linienführung vorstellbar, weil es keine Alternative zur Tour über den Schleptruper und Engter Kirchweg mit der Grundschule gebe, hatte van de Water ausgeführt. Er wies darauf hin, dass gesetzlich eine Entfernung von bis zu drei Kilometern bis zur Bushaltestelle zumutbar sei. Technisch sei es kein Problem, eine Bushaltestelle an der Bramscher Allee anzulegen, „da haben wir Flächen genug“, sagte der Experte.

Damit mochten sich Dieter Sieksmeyer (Grüne) und Andreas Quebbemann (CDU) aber nicht zufriedengeben. Sie verwiesen darauf, dass sich der ÖPNV den vorhandenen Baugebieten anpassen müsse und nicht umgekehrt. „Das Gebiet wird noch weiter wachsen, da müssen wir mindestens alle Möglichkeiten prüfen“, forderte Quebbemann.

Die Möglichkeit ergab sich später in der Sitzung, als Busunternehmer Jörg Beckermann als Zuschauer dazustieß. Van de Water nutzte die Gelegenheit zur Absprache und präsentierte am Ende den Kompromiss, der noch ausgearbeitet werden muss. Danach soll der Bus die Bramscher Allee bis zum geplanten Kreisel anfahren, der die Gelegenheit zur Wende bietet. Die Zeitverzögerung kalkulierte Beckermann mit etwa fünf Minuten, die der Bus dann am Startort eher losfahren müsse.