„Hier kann ich lernen“, Folge 7 Surendorff: Schönes Hotel-Erlebnis in Hesepe schaffen

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Hesepe. Birgit Surendorff lächelt – und trinkt ein Glas Wasser. „In der Gastronomie stehen einem viele Türen offen“, sagt die erfahrene Hotelbetriebswirtin, „man hat als junger Mensch durchaus schnelle Aufstiegschancen. Wer will und wer möchte, der kann etwas erreichen.“ Im Familienunternehmen Surendorff in Hesepe werden jungen Leuten dazu regelmäßig Wege aufgezeigt. Im Rahmen einer Ausbildung zur Hotelfachfrau bzw. zum Hotelfachmann – oder auch zum Koch oder zur Köchin.

Folge sieben unserer Serie „Hier kann ich lernen – Bramscher Betriebe bilden aus“ bringt uns aber nicht nur mit Birgit Surendorff zusammen, sondern auch mit Laura Beinke (16) und Vanessa Rust (18). Die eine steht am Anfang ihrer Ausbildung zur Hotelfachfrau, die andere lernt schon seit einiger Zeit den Beruf der Köchin. Beide, weil sie es wollten – und sich rechtzeitig gekümmert hatten. „Das war schon mein Traum“, sagt Rust, „nach einem Praktikum hier habe ich mich dann beworben und bin auch genommen worden.“

Von 550 bis 750 Euro

Auch Beinke musste nicht erst zum Jagen getragen werden. „Ich wollte das“, erklärt sie, „ich habe schon früher – zum Beispiel bei Familienfeiern – immer gerne die Leute bedient.“ Und besonders „freue ich mich immer, wenn ich merke, dass die Gäste im Hotel mit meiner Arbeit zufrieden sind“.

Drei Jahre dauert sowohl die Ausbildung zur Köchin als auch zur Hotelfachfrau. Zwischen 550 Euro (am Anfang) und 750 Euro (am Ende) können Lehrlinge hier verdienen. Begleitet wird die Ausbildung im Hotel vom regelmäßigen Berufsschulunterricht in Osnabrück. „Unser Ziel ist immer auch eine spätere Übernahme unserer Lehrlinge“, sagt Birgit Surendorff. Und sie hat eine klare Philosophie, die sie und die insgesamt 30 Mitarbeiter des Hauses an der Bramscher Straße während der täglichen Arbeit verfolgen: „Wir wollen ein schönes Erlebnis für den Gast schaffen.“ Immer wieder. Das sei der oberste Leitgedanke.

Bereits im Jahr 1911 wurde das Hotel Surendorff gegründet. Über die Anfänge am Mühlenort im Innenstadtbereich siedelte es später in Richtung Hesepe um.

„Den Willen mitbringen“

363 von 365 Tagen im Jahr „haben wir geöffnet“, sagt Surendorff. Nur am 23. und 24. Dezember nicht. „Denn da feiern wir in Ruhe Heiligabend. Und unsere Angestellten sollen es auch.“ Generell verlange das Arbeiten in der Gastronomie aber schon ein gewisses Maß an Flexibilität. „So gibt es wechselweise sogenannte Teil- und Durchdienste. Und die Bereitschaft zum häufigeren Wochenenddienst sollte mitgebracht werden.“ Natürlich auch von den Auszubildenden.

Bewerber sollten einen Haupt- oder Realschulabschluss vorweisen können. „Sowie den entsprechenden Willen mitbringen“, so Surendorff. „Wir arbeiten hier in einer Gemeinschaft. Wir ziehen an einem Strang. In den Tätigkeiten hier ist viel Abwechselung drin. Und von den Gästen gibt es immer sehr schnell Rückmeldung über unsere Arbeit.“

Beim Koch handele es sich „um einen sehr kreativen Beruf. Auch hier sieht man sofort das Ergebnis seiner eigenen Arbeit“, erläutert Surendorff. „Ein Koch-Azubi erfährt hier zudem sehr viel über den Umgang mit Lebensmitteln.“ Und mit einem Augenzwinkern fügt sie hinzu: „Wer bei uns gelernt hat, der kann theoretisch irgendwann auch mal Sterne-Koch werden…“

Für die Hotelfachfrau und den Hotelfachmann gelte unterdessen: „Wer keine Menschen mag, wird es in diesem Beruf schwer haben.“ Persönliche Kontakte spielen eine große Rolle. „Man baut zu den Stammgästen des Hauses eine Bindung auf“, so Surendorff. Wichtig ist ihr: „Interessenten an einer Ausbildung bei uns bieten wir auch gerne ein Praktikum an.“


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