Holzgrefe & Kuhmann im Interview Bramscher Hasebad-Umbau: „Rutsche ist angeliefert“

Von Marcus Alwes


Bramsche. Die Elemente für den neuen, 85 m langen Rutschenturm am Hasebad sind da. Wie steht es nun insgesamt um das große Umbauprojekt in Bramsche? Stadtwerke-Geschäftsführer Dieter Holzgrefe und Jan Kuhmann vom Architekturbüro Mutert geben unter anderem auf diese Frage im BN-Interview eine Antwort.

Herr Kuhmann, wie liegt das Bauvorhaben momentan im Zeitplan?

Die Rutsche ist diese Woche angeliefert worden. Sie kommt aus Österreich. Eine Firma von dort hat sie gebaut. Besonders interessant wird es für die Bramscher Bürger sein, wenn sie die einzelnen Rutschenteile dann in Position gebracht sehen können. Das wird ungefähr in 14 Tagen so weit sein. Ferner wird das Becken am Ende der Rutsche – ein Fertigelement – nun in den Gebäudekörper hineingehoben. Das passiert jetzt am Wochenende. Logistisch ist das schon eine Herausforderung.

Beim gesamten, noch umfangreicheren Umbauprojekt des Hasebades gibt es gegenüber der Ursprungsplanung ein paar Zeitverzögerungen. Was sind die Gründe?

Wir hatten anfangs mit vielfältigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Zum einen ist da das Bauen am Bestand. Wir mussten vieles an das bestehende Gebäude anschließen. Da sind wir im Erdreich auf Probleme gestoßen, die so vorher nicht absehbar und in keiner der alten Karten eingezeichnet waren. Zum anderen ist es ein sehr komplexes Bauvorhaben, besonders die Technik. Es geht auch hier um Verknüpfungen mit dem Bestand. Das ist schon gewaltig. Speziell einen Bäderbau kann man da nicht – auch was die Zeitpläne angeht – mit anderen „normalen“ Bauvorhaben vergleichen.

Herr Holzgrefe, wann wird der Hasebad-Umbau nun fertig sein?

Wir mussten in den vergangenen Monaten aufgrund der von Herrn Kuhlmann beschriebenen Entwicklungen den Bauablaufplan des Öfteren verändern. Deswegen ist es jetzt auch sehr schwierig, sich so weit aus dem Fenster zu lehnen, um ein Datum zu nennen, dann und dann eröffnen wir. Auch müssen wir sehen, ob es jetzt einen Wetterbruch gibt, wo der Frostbereich naht. Wir dürfen deshalb eines nicht machen: nur um etwas unbedingt fertig zu haben, Dinge so beschleunigen, dass wir dabei in ein bauliches oder finanzielles Risiko gehen – und anschließend kriegen wir dann einen Schlag ins Kreuz. Das geht nicht. Wichtiger ist es jetzt, dass baulich alles ordnungs- und sachgemäß abläuft.

Der Umbau ist mit etwas mehr als einer Million Euro kalkuliert. Sind Sie da noch im Plan?

Ja. Die Ausschreibungsergebnisse liegen uns ja größtenteils vor. Da kann es für uns keine Überraschungen mehr geben.