„Da Pino“ im Landhaus Hellmich Mehr als Pizza und Pasta in Malgarten

Von Hildegard Wekenborg-Placke


Malgarten. Einst war das Landhaus Hellmich in Malgarten einer der Leuchttürme der Gastronomie im Osnabrücker Land. Dann stand es jahrelang leer. Aber das ist jetzt vorbei. Heute, pünktlich um 17.30 Uhr, öffnen Giuseppe („Pino“) Pizzata und seine Familie die Türen für die Gäste.

Über der Eingangstür prangt schon der Schriftzug „Da Pino“, auch an der Sögelner Allee wurde das Schild, das noch auf das Landhaus Hellmich hinwies, als es schon längst nicht mehr existierte, durch den neuen Schriftzug ersetzt.

Nach 15 Jahren hatte Familie Pizzata ihr Restaurant in Achmer räumen müssen. Auf der Suche nach einem neuen Lokal wurde man schließlich mit Dr. Andreas Wilhelm, dem Eigentümer des Landhauses und der Klosteranlage Malgarten, einig. „Ich freue mich, dass wir jetzt wieder ein Restaurant in diesem Haus haben“, meint Wilhelm am Donnerstag.

Dem Start vorangegangen waren Wochen intensiver Renovierungsarbeiten. Die Schäden durch den langen Leerstand erwiesen sich als so gravierend, dass Pizzata den Eröffnungstermin auf Mitte November verschieben musste. Nun, da alles fertig ist, sind der Gastwirt und seine Frau Anna, die beide aus dem süditalienischen Kalabrien stammen, voll des Lobes für Wilhelm, der die Bauphase stets engagiert und entgegenkommend begleitet habe. „Er hat sich für uns wirklich Mühe gegeben“, sagt der Gastwirt.

Ab heute wird bei Pino in drei Gasträumen serviert, von denen einer für Gesellschaften abtrennbar ist. Für Raucher gibt es einen separaten Bereich. Tresen und Küche wurden komplett neu ausgestattet. Der Pizzatisch beispielsweise kommt direkt aus Italien. Hier werden Teigkugeln wie Zutaten bis zur endgültigen Zubereitung gekühlt.

Bei Pino soll es aber nicht nur Pizza und Pasta geben. Die Auswahl an Antipasti und Bruscette wird ausgeweitet. Das Gleiche gilt für die Fleisch- und Fischgerichte und reicht dann vom Schweinefilet „Mamma Rosa“ mit Champignons und Garnelen in Weißwein bis zu Coda di Rospo ( Seeteufel mit Steinpilzen und Tomaten). „Bei uns wird alles aus frischen Zutaten frisch gemacht“, verspricht Pizzata, selbstverständlich auch Soßen und Fonds. Nach der Hektik der Startphase will er außerdem wieder selbst gemachte Nudeln anbieten.

Nicht nur, aber auch, um die dezentrale Lage auszugleichen, wollen die Pizzatas die Neuen Medien nutzen. Man ist auf Facebook präsent, der Internet-Auftritt unter www.da-pino-ciro wird überarbeitet. Hier will Pizzata demnächst die Freunde italienischen Essens in kleinen Videos an den Geheimnissen der kalabresischen Küche teilhaben lassen. Auch Kochkurse möchte er anbieten. Aber erst einmal muss der Restaurantbetrieb laufen: täglich von 11.30 bis 14 Uhr und von 17.30 bis 23 Uhr.