Kosmetikstudio besteht 20 Jahre Rosy Strubbe eine feste Größe nicht nur in Engter

Von Holger Schulze

Rosy Strubbe mit ihrem Team (hinten, v.l.): Karin Kemenah-Stenzel, Anke Weber, Inge Lammers, Rosy Strubbe und Sandra Krimpenfort. Davor Jasmin Restemeyer, Verena Rasch und Wenke Stüwe. Es fehlt Kirsten Wächter-Oldemeyer. Foto: Holger SchulzeRosy Strubbe mit ihrem Team (hinten, v.l.): Karin Kemenah-Stenzel, Anke Weber, Inge Lammers, Rosy Strubbe und Sandra Krimpenfort. Davor Jasmin Restemeyer, Verena Rasch und Wenke Stüwe. Es fehlt Kirsten Wächter-Oldemeyer. Foto: Holger Schulze

Engter. Auf 20 Jahre Kosmetik und Podologie in Engter kann seit dem 1. November Rosy Strubbe zurückblicken. Eigentlich hatte die gelernte Außen- und Großhandelskauffrau ihren Arbeitsplatz im Büro bei der Duni in Achmer. Doch nach der Familienphase konnte man ihr dort nur eine halbe Stelle anbieten. Also machte sich Strubbe selbstständig, und zwar indem sie ihre neuen Berufsbilder Kosmetik und – etwas später – medizinische Fußpflege von Grund auf erlernte.

Halbe Sachen liegen Rosy Strubbe nicht, und so fügte sie Jahre später, da bereits mit eigener Praxis, ihrem Können einen staatlichen Abschluss als Podologin hinzu. 30 Quadratmeter in der Pastor-Wasmuth-Straße waren es, in denen Rosy Strubbe ihren Betrieb im November 1994 eröffnete.

Damals leistete sie nicht nur am Behandlungsstuhl, sondern auch anderweitig „vollen Einsatz in jeder Hinsicht“, wie Rosy Strubbe es rückblickend auf die Anfangsjahre heute bezeichnet. Gemeint damit war, um bekannt zu werden, eine erste Werbemaßnahme – auf dem Weihnachtsmarkt in Kalkriese. Dort betrieb sie einen Stand und war schon bald von Landwirten umlagert, die alle auf ihr neues Geschäft mit ihr anstoßen wollten. Zwar blieb der geschäftliche Erfolg dieser ungewöhnlichen Werbeaktion nicht aus, die Bauern kamen in der Folgezeit zu Rosy Strubbe, „doch ich war drei Tage lang krank, und ob alle Kunden ihre Waren auch wirklich bezahlen mussten, weiß ich auch nicht mehr. Aber es war lustig“, erinnert sich Rosy Strubbe mit einem Augenzwinkern.

Zweimal ist Rosy Strubbe seitdem mit ihrer Praxis in immer größere Räumlichkeiten umgezogen. Auf 140 Quadratmetern betreut sie heute mit acht Mitarbeiterinnen und drei Auszubildenden ihre Patienten und Kunden am Standort Im alten Dorf 17.

Ferner zählen etliche Altenheime und das Klinikum in Osnabrück zu ihren Arbeitsorten auswärts. Selbst nach Feierabend ist Rosy Strubbe noch mit dem Schminkkoffer unterwegs. Für die lokalen Schauspielgruppen Laut und Laise , Kuddel-Muddel und Schmittenhöhe kümmert sie sich regelmäßig um die Maske.

„Es macht mir einfach Spaß, Menschen so zu verändern, dass sie im Idealfall nicht mal mehr von den Nachbarn erkannt werden“, beschreibt Rosy Strubbe ihre Motivation für diesen ehrenamtlichen Einsatz. Um dies zu beherrschen, erwarb sie die entsprechenden Kenntnisse in der Hamburger Schule für Gesichtsgestaltung.

„Zwanzig Jahre haben viel Spaß gemacht. Ich habe auch noch das Glück, dass meine Tochter die Praxis übernehmen wird, es geht also nach mir weiter. Man muss für diese Arbeit Menschen mögen, bleibt aber auch, insbesondere durch die Arbeit im Altenheim, auf dem Boden der Tatsachen“, blickt Rosy Strubbe auf ihre zwei Jahrzehnte Selbstständigkeit zurück.

Richtig gefeiert wird das Betriebsjubiläum Ende April/Anfang Mai 2015 mit einem großen Fest, dessen Erlös der mobilen Kinderhospizarbeit in Osnabrück zugutekommen soll. „Jetzt ist es ja Herbst, da bekomme ich hier gar nicht alle Gäste rein“, begründete Rosy Strubbe die Verlegung des Festes in die wärmere Jahreszeit. Wie gesagt, halbe Sachen macht Rosy Strubbe nicht.