Einigung auf neuen Haustarif Fünf Prozent mehr bei Duni Bramsche in zwei Schritten

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Die Verdi-Mitglieder unter den Beschäftigten der Duni GmbH und der Duni Logistik sind nun zur Abstimmung über den Haustarifvertrag aufgerufen. Foto: Heiner BeinkeDie Verdi-Mitglieder unter den Beschäftigten der Duni GmbH und der Duni Logistik sind nun zur Abstimmung über den Haustarifvertrag aufgerufen. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Die endgültige Einigung auf einen neuen Haustarifvertrag beim Großhandelsunternehmen Duni in Bramsche-Achmer steht unmittelbar bevor. Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter haben sich demnach auf fünf Prozent Lohnzuwachs in zwei Schritten geeinigt. Die Verdi-Mitglieder unter den Beschäftigten sind nun zu einer finalen Abstimmung aufgerufen.

Am kommenden Montag werde das Votum der Belegschaft offiziell bekanntgegeben, kündigte der Verdi-Beauftragte Lutz Kokemüller an. Er sprach wörtlich von erzielten Verbesserungen. „Die Tarifkommission empfiehlt die Annahme des Verhandlungsergebnisses“, so der Gewerkschafter weiter. Der neue Haustarifvertrag, der dann für mehr als 600 Beschäftigte der Duni GmbH in Bramsche und Teile der Duni Logistik GmbH gilt, sei sogar „ein bisschen besser“ als der entsprechende Flächentarifvertrag der Branche, so Kokemüller.

Demnach steigen die Löhne und Gehälter bei Duni rückwirkend zum 1. Oktober 2014 um 2,4 Prozent. Schritt zwei erfolgt ein Jahr später. Ab Herbst 2015 gibt es für die Belegschaft noch einmal ein Plus von 2,6 Prozent. Die Laufzeit des neuen Haustarifvertrages umfasst 26 Monate und endet demnach am 31. Oktober 2016. Entsprechend angepasst werden auch die Ausbildungsvergütungen im Unternehmen. „Übertariflich gezahlte Zulagen werden auf die Tariferhöhungen nicht angerechnet“, verdeutlichte Kokemüller ein weiteres Verhandlungsresultat.

Rund zehn Stunden hatten offenbar die finalen Gespräche zwischen der Unternehmensführung um Dr. Ulfert Rott und den Gewerkschaftern gedauert. Ihnen waren zwei Warnstreiks der Belegschaft vorausgegangen. Laut Lutz Kokemüller solle die Duni-Leitung sogar damit gedroht haben, dem Arbeitgeberverband beizutreten. „Das wäre mit sofortigen deutlichen Nachteilen für die Beschäftigten verbunden gewesen“, so Kokemüller. Denn dann hätte der allgemeine Flächentarifvertrag beim Hersteller von Tischdekorationen und Accessoires gegolten.


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