Erste Bürgersprechstunde Ein Schornsteinfeger für den Bramscher Bürgermeister

Von Holger Schulze

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Einen kleinen Schornsteinfeger überreichte Werner Kühn (links) dem neuen Bürgermeister Heiner Pahlmann. Foto: Holger SchulzeEinen kleinen Schornsteinfeger überreichte Werner Kühn (links) dem neuen Bürgermeister Heiner Pahlmann. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Zur Premiere gab es gleich erstmal nur Glückwünsche und einen Glücksbringer in Form eines kleinen Schornsteinfegers. Werner Kühn vom Bramscher Berg kam als Erster zur ersten Bürgermeistersprechstunde von Heiner Pahlmann am Samstagmorgen, um ihm für sein Amt alles Gute zu wünschen. „Ich hoffe, dass Sie bis zu Ihrer Pensionierung Bürgermeister bleiben können, möglichst alle Bürger vertreten und gut mit den Bürgern zusammenarbeiten“, lautete das Anliegen von Werner Kühn.

„Kontakte zu den Bürgern ohne Termin. Es soll ein Angebot für jeden sein, ohne Hemmungen einfach mal vorbeizukommen“, das steht nach Heiner Pahlmann hinter seinem Angebot, für eine Doppelstunde an jedem zweiten Samstag im Monat für die Menschen aus Bramsche und den Ortsteilen zur Verfügung zu stehen.

„Man weiß ja gar nicht, wie so was angenommen wird, man kann es nur anbieten“, war eine Frage von Heiner Pahlmann, auf die dieser erste Termin eine Antwort geben sollte.

Wann das letzte Mal eine solche Form des Bürgerkontaktes stattgefunden hatte, konnte am Samstag nur sehr vage geklärt werden. Lothar Lewandowsky, so die Vermutung von Pressesprecherin Dagmar Paschen, habe wohl zu seinen Zeiten als ehrenamtlicher Bürgermeister eine derartige Besuchsmöglichkeit angeboten.

Jetzt aber wartete Heiner Pahlmann am runden Tisch und mit Getränken ausgestattet auf seine Gesprächspartner.

Bereits vor der eigentlichen Besuchszeit zwischen zehn und 12 Uhr hatte der nun wirklich allererste Gratulant vorgesprochen. Ein weiterer folgte nach Werner Kühn, wollte jedoch gar nicht erst im Büro des Bürgermeisters Platz nehmen, sondern erstattete seine Glückwünsche im Gang.

Geduld gehört sicherlich in das Anforderungsprofil an einen Bürgermeister. Das Warten auf den nächsten Besucher nutzte Heiner Pahlmann für allgemeine Arbeiten, um etwas Ordnung in seinen Schubladen herzustellen. „Wir halten auf jeden Fall bis 12 Uhr durch“, lautete hierbei seine Devise.

Mit einem ganz offiziellen Anliegen erschien dann nach einer Weile der nächste Besucher. Die Einladung zur offiziellen Amtseinführung von Heiner Pahlmann war für Ulrich Mönkemeyer, Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins, Grund genug, einmal vorbeizuschauen. Bürgermeister und Besucher kennen sich und sind per du. Ein kleiner Plausch über anstehende Aktivitäten des Städtepartnerschaftsvereins schloss sich dem Dank und der Zusage zur Teilnahme am Amtseinführungsempfang an. „Die Idee an sich finde ich gut, so eine Bürgersprechstunde einzurichten“, motivierte Ulrich Mönkemeyer gegen Ende seines Besuchs den neuen Bürgermeister zu weiteren Fortsetzungen.

Aus Achmer kamen schließlich die letzten Besucher an diesem Vormittag. Da deren Anliegen Vertraulichkeit gebot, bat Heiner Pahlmann um die Gesprächsmöglichkeit unter sechs Augen.

„Nette Gespräche aber auch ernstere Themen, die einer Nachbearbeitung bedürfen“, so lautete das Fazit von Heiner Pahlmann nach Ablauf der beiden Stunden. „Meine Erwartungen wurden erfüllt. Alle Gespräche fanden auf einer vertrauensvollen Ebene statt. Für den nächsten Termin kann sich jede und jeder ermutigt fühlen, die Bürgermeistersprechstunde wahrzunehmen“.


Mit fast 63 Prozent der Stimmer ist der SPD-Mitglied Heiner Pahlmann am 25. Mai diesen Jahres zum neuen Bürgermeister von Bramsche gewählt worden. Der langjährige Ortsbürgermeister von Achmer setzte sich damit überraschend klar gegen seine Mitbewerber Andreas Quebbemann von der CDU (32,16 Prozent) und den unabhängigen Kandidaten Henning Stricker (4,89 Prozent) durch und löst damit Liesel Höltermann, ebenfalls SPD) ab, die das Amt 13 Jahre lang innehatte. Wie Höltermann muss Pahlmann im Rat mit einer Mehrheit aus CDU/Grünen/FDP und einem Unabhängige klarkommen, da die SPD 2011 erstmals in der Nachkriegszeit die Ratsmehrheit verloren.

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