„Hier kann ich lernen“, Folge 6 Gebäude- und Glasreiniger sucht Azubi in Bramsche

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Bramsche. Armin Thum beeilt sich gleich zu Anfang unseres Gespräches mit einem unliebsamen Gerücht aufzuräumen. „Das ist hier viel mehr als nur Putzen“, sagt der Inhaber des Gebäude- und Glasreinigungsunternehmens. „Es geht auch um Hygiene und Umweltschutz. Ein bisschen Bio, Chemie und Physik. Wer hier arbeitet, der kommt rum. Und es hat auch viel mit der Arbeit mit Maschinen zu tun.“ Inzwischen sind wir mittendrin in der 6. Folge unserer Serie „Hier kann ich lernen – Bramscher Betriebe bilden aus“.

Insgesamt 40 Mitarbeiter – überwiegend Vollzeit-, wenige Teilzeitkräfte – sind bei Thum beschäftigt. Einer von ihnen hat seine Ausbildung als regionaler Kammersieger abgeschlossen –Marcel Riese. Darauf ist Firmenchef Thum durchaus stolz. „Wir beschäftigen im Moment auch einen Umschüler. Einen ,Azubi‘ suchen wir wieder zum 1. August 2015. Einen, der Gebäudereiniger werden möchte.“

„Mehr als nur Putzen“

Generell zahle sein Unternehmen mehr als nur Mindestlohn, verdeutlicht Armin Thum im Laufe unserer mehr als einstündigen Unterredung. „Die Auszubildenden verdienen während der Lehre von 620 bis 850 Euro. Dazu kommt die betriebliche Altersvorsorge, und wir stellen die Berufskleidung. Zudem honorieren wir gute Leistungen im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung extra.“

Drei Jahre umfasst die Lehrlingszeit insgesamt. Dabei wird nicht nur in den Räumen von Thum gelernt, sondern auch im Blockunterricht an der Berufsschule und im Zuge von überbetrieblichen Ausbildungseinheiten. „Der Beruf des Gebäudereinigers ist schon vielfältig und interessant“, wirbt Thum offensiv, „wer erst einmal dabei ist, merkt das sofort.“

„Von 620 bis 850 Euro“

Der Bramscher Unternehmer, der einst selbst als Gebäudereinigerlehrling in Osnabrück anfing, brennt in Sekundenschnelle ein wahres Feuerwerk an möglichen Tätigkeiten während der Ausbildung ab: Gebäude- und Fassadenreinigung, Maßnahmen zur Denkmalpflege, das Säubern von Glaskonstruktionen sowie die Reinigung von Messehallen, Sportstätten, Kindergärten oder auch Krankenhäusern. Dazu kommen – und hier wird mancher Leser vielleicht überrascht sein – auch Desinfektionsmaßnahmen, Schädlingsbekämpfung oder die Dekontamination von Wertstoffoberflächen.

„Einen guten Hauptschulabschluss“, sieht Thum als Eingangsvoraussetzung für Lehrstellenbewerber an. Dazu erhofft er sich „ein gewisses Maß an Flexibilität, etwas technisches Verständnis für Maschinen und Geräte. Einen verantwortungsbewussten Umgang mit Chemikalien. Und Einfühlungsvermögen im persönlichen Umgang mit Kunden.“ Für den, der seine Lehre erfolgreich abgeschlossen habe, böten sich anschließend auch allerlei berufliche Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.

Offen spricht der Firmeninhaber an, „dass „hier und da auch mal samstags Arbeiten anfallen können“. Interessenten sollten das wissen, betont Thum. Ähnlich wie alle anderen Betriebe unserer Ausbildungsplatz-Serie auch, bietet er den jungen Leuten und deren Eltern Kennenlerngespräche an. „Da kann man dann schon ein Gefühl für die Person und die Tätigkeit entwickeln. Gerne vereinbaren wir hier auch ein mehrwöchiges Praktikum.“

Der Kundenkreis der Firma erstrecke sich übrigens bis nach Süddeutschland, liege in der Regel aber „in einem Radius von 100 Kilometern um Bramsche herum“, so Armin Thum. Zu den Einsatzorten gelangen die Mitarbeiter mit entsprechenden Firmenfahrzeugen. Die Auszubildenden seien im Team dabei.

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