Mitgliederversammlung in Engter Imke Märkl neue Vorsitzende der Bramscher CDU

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Zur neuen Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes ist Imke Märkl (Zweite von links) gewählt worden. Sie löst Gert Borcherding ab (Zweiter von rechts). Als Stellvertreter bestätigt wurde Rainer Höveler (links), neu in dieser Funktion ist Katrin von Dreele (rechts). Zum engeren Vorstand gehören ferner Heiner Hundeling (ebenfalls Stellvertreter) und Schatzmeister Rüdiger Paust. Foto: Björn DieckmannZur neuen Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes ist Imke Märkl (Zweite von links) gewählt worden. Sie löst Gert Borcherding ab (Zweiter von rechts). Als Stellvertreter bestätigt wurde Rainer Höveler (links), neu in dieser Funktion ist Katrin von Dreele (rechts). Zum engeren Vorstand gehören ferner Heiner Hundeling (ebenfalls Stellvertreter) und Schatzmeister Rüdiger Paust. Foto: Björn Dieckmann

Bramsche/Engter. Der CDU-Stadtverband Bramsche hat eine neue Führungsspitze: Bei der Mitgliederversammlung im Saal Rothert am Dienstagabend ist Imke Märkl (51) zur neuen Vorsitzenden gewählt worden. Sie folgt auf Gert Borcherding, der nicht mehr kandidierte.

Nach elf Jahren im Amt, so meinte Borcherding, sei es mit Blick auf die Kommunalwahlen 2016 an der Zeit, „dass wir uns mit einer schlagkräftigen, verjüngten Führung auf das Ziel einschwören, weiterhin die bestimmende politische Kraft in Bramsche zu bleiben“. 2011 hatte die CDU gemeinsam mit den Grünen, der FDP und dem Einzelbewerber Werner Ballmann die bis dahin stets regierende SPD mit der „Neuen Mehrheit“ abgelöst. Borcherding erklärte, er werde trotz des Ausscheidens aus der Parteiführung politisch aktiv bleiben.

Seine Nachfolgerin Imke Märkl erhielt bei der von Helmut Voßkamp geleiteten Wahl 25 Ja-Stimmen bei vier Gegenstimmen. „Ich trete in Fußstapfen, die nicht ganz klein sind“, lobte Märkl ihren Vorgänger Borcherding. Mit Blick auf die Parteimitglieder, die sie nicht gewählt hatten, erklärte sie: „Ich hoffe, ich kann auch noch diejenigen überzeugen, die noch Zweifel haben.“ Märkl ist seit 20 Jahren in der Bramscher Kommunalpolitik aktiv, zuvor bereits in ihrer früheren Heimat Bremen.

Als dringendste Aufgaben für die Stadt nannte Märkl, ebenso wie später auch Stadtrats-Fraktionssprecher Andreas Quebbemann, die Ansiedlung des Landmaschinen-Herstellers Amazone in Schleptrup und die weitere Entwicklung des Krankenhauses – „soweit wir darauf Einfluss nehmen können“. Besonders am Herzen liegt Märkl, die beruflich als Lehrerin tätig ist, die Schulpolitik. Hier forderte sie ihre Partei dazu auf, nach der Entscheidung des Landkreises für die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Bramsche „nicht den Kopf in den Sand zu stecken“. Eine IGS könne nach ihren Worten nur eingerichtet werden, wenn Haupt- und Realschule geschlossen werden. „Das werden wir uns nicht bieten lassen“, betonte Märkl. Deutliche Kritik übte die neue CDU-Vorsitzende auch am Bestreben des Landkreises, für die IGS das Realschulgebäude „kostenneutral“ übernehmen zu wollen. „Da beschließt der Kreis die IGS und hat gar kein Gebäude dafür“, stellte sie fest und fragte: „Glaubt man denn allen Ernstes, dass wir ein Gebäude mit einem Wert von 8,5 Millionen Euro quasi verschenken?“

Etwas Sorgen bereitet den Christdemokraten die Entwicklung der Mitgliederzahlen: Zählte die Bramscher CDU Ende 2011 noch 161 Partei-Angehörige, sind es aktuell nur noch 144. Da dadurch auch die Einnahmen der Partei sinken, regte Schatzmeister Rüdiger Paust eine Erhöhung der Beiträge an, der die Versammlung zustimmte. CDU-Mitglieder zahlen demnach ab Anfang 2015 sieben Euro pro Monat, sprich 84 Euro jährlich . „Bisher waren es 67 Euro und ein paar Zerquetschte“, erklärte Paust – die letzte Beitragserhöhung ist sehr lange her: Die „Zerquetschten“ ergaben sich aus der Umstellung von D-Mark auf Euro, wie Gert Borcherdings ergänzte.

Zu neuen Stellvertretern im Vorstand wurden Katrin von Dreele und Heiner Hundeling gewählt als Nachfolger von Cornelia Hesselmann und Rolf Niemann, die nicht wieder kandidierten. Im Amt des Stellvertreters bestätigt wurde Rainer Höveler, der zudem auch weiterhin die Geschäfte führt. Schatzmeister bleibt Rüdiger Paust.

Nicht mehr viel Aufhebens machte die CDU indes um die im Mai verlorene Bürgermeisterwahl. „Vom reinen Ergebnis her war es vielleicht nicht so überraschend, in der Höhe aber doch enttäuschend“, meinte der scheidende Vorsitzende Gert Borcherdings angesichts des sehr klaren Rückstands von Andreas Quebbemann auf Wahlsieger Heiner Pahlmann. „Wir haben auf Fachkompetenz gesetzt, ein Kümmerer reicht nicht aus“, sagte Borcherding. Nach wie vor sei man der Meinung, „dass wir damit die richtige Entscheidung getroffen haben.“ Die Sozialdemokraten hätten womöglich ihre Sympathisanten stärker mobilisiert, „um nach der Ratsmehrheit nicht auch noch das Rathaus zu verlieren“, so die Einschätzung Borcherdings, dem zudem eine „klare Unterstützung“ für CDU und Quebbemann durch Grüne und FDP als Partner in der Neuen Mehrheit gefehlt habe.


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