Prioritätenliste vorgestellt „Esszimmer“ für weitere Bramscher Kitas

Hähnchen mit Reis zwischen Basteltisch und Spielzeugregal: So sieht es zurzeit noch im Kindergarten Im Sande aus. Das soll sich im nächsten Jahr ändern.Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeHähnchen mit Reis zwischen Basteltisch und Spielzeugregal: So sieht es zurzeit noch im Kindergarten Im Sande aus. Das soll sich im nächsten Jahr ändern.Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Mittagessen im Gruppenraum - das wird in der Kindertagesstätte Im Sande schon bald der Vergangenheit angehören. Die Einrichtung steht ganz oben auf der Prioritätenliste, die die Verwaltung am Donnerstag dem Sozialausschuss vorlegte.

Auf Bitten der Politik hatte der Fachbereich 3 in den vergangenen Monaten eine Prioritätenliste erstellt , die neben der Kita Im Sande den Awo-Kindergarten an der Geschwister-Scholl-Straße, den Kindergarten Achmer und den an der Kampstraße in Engter umfasst.

Wie Fachbereichsleiter Wolfgang Furche erläuterte, lässt sich der Essensraum an der Kita Im Sande mit einem Kostenaufwand von rund 50 000 Euro Baukosten und weiteren 10 000 Euro für die Einrichtung vergleichsweise leicht realisieren, zumal die Stadt dabei auf Rücklagen zurückgreifen könnte. Nach dem Umbau könnte im bisherigen „Lichthof“ gegessen werden, die Pläne könnte die Bauverwaltung erstellen, sodass hier keine weiteren Ausgaben anfallen.

Beim Awo-Kindergarten, wo derzeit rund 55 Mittagessen ausgegeben werden, könnte laut Liste im Jahr 2016 ein Essenraum zwischen Kindergartenküche und Krippe angebaut werden. Hier plant allerdings der Träger, Summen liegen noch nicht vor. Ausschussmitglied Filiz Polat forderte deshalb die Awo auf, wenigstens eine „grobe Berechnung“ einzureichen, „damit wir wissen, womit wir rechnen müssen“. Furche selbst schätzte die zu erwartenden Ausgaben auf rund 100 000 Euro. Sowohl die Kita Im Sande wie auch der Awo-Kindergarten sind städtische Gebäude.

Rund 135 000 Euro wird die Stadt in den Jahren 2015/16 in Achmer in die Hand nehmen müssen, damit dort endlich das Mittagessen auf dem Flur der Vergangenheit angehört. Gebäudeeigentümer ist hier die Kirche, die einen Zuschuss von 130 000 Euro beantragt hat.

Die letzte und auch weitaus größte Maßnahme steht in den Jahren 2016/17 in Engter an. Für geschätzt 260 000 bis 300 000 Euro stehen hier ein Umbau und eine Komplettsanierung an, an der sich die Kirchengemeinde mit rund 100 000 Euro beteiligen will.

Die Verwaltung schlägt deshalb vor, zunächst für den Haushalt 2015 125 000 Euro anzumelden plus 25 000 Euro übertragene Mittel aus 2014. Davon würden 60 000 Euro der Kita Im Sande und 90 000 Euro als Teilzuschuss für den Kindergarten Achmer zugute kommen.

„Das ist ganz in unserem Sinne“, meinte Filiz Polat von den Grünen. „Die Bedingungen haben sich einfach geändert“.

Fast die Hälfte aller kleinen Bramscher essen mittlerweile in der Kita zu Mittag. 480 Portionen werden jeden Tag ausgegeben, 2008 waren es erst 150.


Mit den Kitas Im Sande, Geschwister-Scholl-Straße, Achmer und Engter bekommen weitere vier Bramscher Kitas angemessene Essensräume. An den Familienzentren Hesepe und St. Martinus wurden Räume im Zusammenhang mit dem Anbau von Krippengruppen geschaffen. Für die Awo-Kita in Lappenstuhl konnte in einer ehemaligen Bäckerei ein eigenes „Kindercafé“ eingerichtet werden. Der Bedarf wächst. Schon jetzt essen rund die Hälfte der Kindergartenkinder mittags in ihrer Kita. Dabei wählen die Träger unterschiedliche Versorgungsmöglichkeiten. In den Waldorf-Kitas wird selbst gekocht, andere werden vom Caterer „Apetito“ beliefert. Für die meisten Einrichtungen in der Region kocht allerdings das Team des Gasthofs „Pättkenburg“ in Ostercappeln.

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