Erinerung an Kinder Bramscher Zwangsarbeiterdenkmal komplettiert

Meine Nachrichten

Um das Thema Bramsche Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Das Kunstwerk komplettierte Gisela Spengler (rechts) zusammen mit Heiner Stricker, Ulrike Kohn und Annette Specht (von links). Foto: Heiner BeinkeDas Kunstwerk komplettierte Gisela Spengler (rechts) zusammen mit Heiner Stricker, Ulrike Kohn und Annette Specht (von links). Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Nach zwölf Jahren ist das Zwangsarbeiter-Denkmal an der St. Johanniskirche in der Gartenstadt endlich komplett: Zu Füßen des Trios liegt nun ein Bündel, ein in Lumpen gehülltes Kleinkind.

Ursprünglich sollte es der Mann links in der Gruppe in den Armen wiegen, wie auch seine Armhaltung nahelegt. Doch diese Absicht der Künstlerin Gisela Spengler ließ sich 2002 nicht realisieren. Nun haben Ulrike Kohn und Annette Specht für die Bramscher Initiative für das Miteinander der Kulturen, kurz Biku, Spenden gesammelt und damit  die Vervollständigung ermöglicht. Das Bündel liegt nun zu Füßen der Gruppe, weil sich an den Bronzeplastiken nichts nachträglich anschweißen oder anderweitig befestigen lässt. „Aber das Kind gehört auch so eindeutig zur Gruppe“, ist Gisela Spengler mit der Lösung zufrieden. Nun weist ihr Kunstwerk wie von Anfang an beabsichtigt darauf hin, dass in der Nazizeit auch verschleppte Kinder in Bramsche ihr Leben ließen. 

Die Erweiterung des Mahnmals war bereits im Mai eingeweiht worden im Beisein von Kirchenvertretern und Bürgermeisterin Liesel Höltermann. Für die fachgerechte Befestigung des Bündels auf dem Sockel sorgte nun Heiner Stricker, dessen Vater eine besondere Beziehung zum Denkmal und dem Ort hat: Er hat nach dem Krieg hier die Baracken abgebaut, in denen die Zwangsarbeiter untergebracht waren.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN