Mehr Raum zum Mittagessen Ortsrat Achmer drängt auf Kita-Ausbau

Der „neue“ Ortsrat von Achmer: Nachrückerin für Heiner Pahlmann ist Renate Rosenthal (Dritte von links), Dennis Kaden (vorne Mitte) neuer Ortsbürgermeister. Foto: Björn DieckmannDer „neue“ Ortsrat von Achmer: Nachrückerin für Heiner Pahlmann ist Renate Rosenthal (Dritte von links), Dennis Kaden (vorne Mitte) neuer Ortsbürgermeister. Foto: Björn Dieckmann

Achmer. Als Dennis Kaden am Mittwochabend die Sitzungsleitung im Ortsrat Achmer übernahm, war ihm Nervosität anzumerken. „Jetzt bin ich Ortsbürgermeister von Achmer – wow!“, sagte er kurz nach der Wahl zum Nachfolger von Heiner Pahlmann – und zum Nach-Nachfolger seines Großvaters Heinz Lewandowsky, der von 1985 bis 1993 Ortsbürgermeister von Achmer und damit wiederum Pahlmanns Vorgänger war.

„Dass ich nun so wie einst mein Opa die Entwicklung unseres Ortes in dieser Position mitgestalten kann, das ist für mich etwas Besonderes“, erklärte der 38-jährige Kaden. Und auch Heiner Pahlmann habe „in seinen 20 Jahren als Ortsbürgermeister sehr viel für Achmer erreicht“.

Dieser Einschätzung schlossen sich alle Ortsratsmitglieder an. Viele gute Wünsche für sein künftiges Wirken als Bürgermeister von Bramsche nahm Pahlmann entgegen, zusammen mit einigen Präsenten als Dank für seine Arbeit im Ortsrat, dem er seit 1986 angehörte, und Blumen für seine Ehefrau Katja.

Pahlmann selbst meinte, er verabschiede sich „ausdrücklich mit zwei lachenden Augen“. Denn zum einen freue er sich auf seine künftigen Aufgaben. Und zum anderen sei er sich sicher, dass Achmer sich weiterhin gut entwickeln werde. „Unser Einfluss im Ortsrat ist zwar begrenzt. Aber wir haben immer wieder unseren Einfluss so weit wie möglich genutzt.“ Pahlmann bedankte sich für die sehr gute Zusammenarbeit „mit euch im Ortsrat, mit der Stadt, mit den Vereinen, der Kirche, der Feuerwehr und allen Achmeranern. Ich war sehr gerne Ortsbürgermeister, es hat mir sehr viel Spaß gemacht“, schloss Pahlmann.

Drängen auf Kita-Ausbau

Die gute Zusammenarbeit im Ortsrat fortzusetzen, das ist auch das Ziel von Dennis Kaden. So sprach sich das Gremium fraktionsübergreifend dafür aus, einen Umbau des Kindergartens nahe der Grundschule mit erhöhter Priorität ins Auge zu fassen. „Wir würden uns sehr freuen, wenn bereits im kommenden Haushaltsjahr dafür Mittel vorgesehen werden könnten“, sagte Kaden. Im Blick habe man dabei insbesondere die Schwierigkeiten, die sich mittags bei den Mahlzeiten ergeben: „Die Kinder müssen ihr Mittagessen im Flur einnehmen, das ist natürlich alles andere als optimal“, so Kaden weiter. In der gegenwärtigen Situation sei es nicht nur viel zu eng. „Es geht ja letztlich auch darum, den Kindern eine Tischkultur vermitteln zu können“, so Kaden. Der Ortsrat setze sich deshalb dafür ein, einen „angemessenen Essbereich“ zu schaffen.

In seinem ersten Bericht als Ortsbürgermeister lobte Kaden die Veranstalter der Abi-Party, die kürzlich erstmals in der Dorfgemeinschaftsanlage stattfand. „Es war alles sehr gut organisiert, die DGA war am nächsten Morgen schon wieder bestens hergerichtet“, so Kaden. Eine gute Idee sei es nach seiner Ansicht gewesen, die Party-Besucher über den rückwärtigen Teil der DGA einzulassen. „Das dürfte die Lärmbelastung für die Nachbarschaft erheblich gemindert haben.“

Kaden erklärte weiter, dass in Kürze über das Projekt „Bürgerarbeit“ fünf Mitarbeiter der Bildungseinrichtung „Die Brücke“ die Trockenmauer am Friedhof herrichten würden. Außerdem werde es bald mit Unterstützung von Förster Martin Meyer Lührmann Anpflanzungen für einen Schulwald neben der Bühner-Bach-Schule geben.


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