Kompetenzen erweitern Besuchsdienste bilden sich in Bramsche fort

Von Holger Schulze

Meine Nachrichten

Um das Thema Bramsche Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Aus fünf Besuchsdiensten nahmen am Samstag ehrenamtliche Mitarbeiterinnen an einer weiteren Schulung im Forum Martinum teil. Foto: Holger SchulzeAus fünf Besuchsdiensten nahmen am Samstag ehrenamtliche Mitarbeiterinnen an einer weiteren Schulung im Forum Martinum teil. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Um ihr Ehrenamt mit der angemessenen Kompetenz ausüben zu können, nahmen am Samstag zum zweiten Mal in diesem Jahr 21 Frauen von fünf Besuchsdiensten in der Region an einem Fortbildungstag im Forum Martinum teil.

Nachdem es Anfang Juli um die Einführung in die Grundlagen eines Besuchsdienstes mit den Themen Motivation und Haltung, Zielgruppen und Handwerkszeug sowie Rechte und Pflichten gegangen war, stand bei der aktuellen Schulung der „Besuchsdienst bei Menschen in stationären Einrichtungen“ auf der Tagesordnung.

Beleuchtet wurden hierbei die Situationen im Krankenhaus oder Altersheim, der Umgang mit Krankheit und Tod, eigene Grenzen und mögliche Unterstützung sowie das Thema Demenz.

Organisiert oder/und durch Referate inhaltlich begleitet hatten die beiden Fortbildungstage Elisabeth Jacobs, Referentin für Freiwilligenengagement beim Diözesancaritasverband Osnabrück, Tina Schallenberg, vom Bildungszentrum St. Hildegard in Osnabrück sowie der pädagogische Leiter des Sozialen Seminars Osnabrück, Werner Oenning.

„Diese Schulung verleiht uns Kompetenzen und Selbstsicherheit für unsere Arbeit“, so fasste Ulrike Tepker von „Zeit schenken“, dem ökumenischen „Besuchsdienst christlicher Gemeinden in Bramsche“, die Hintergrundgedanken der Fortbildungstage zusammen.

Ihr und den anderen Teilnehmerinnen vom ehrenamtlichen Besuchsdienst die „Grünen Damen“ an den Niels-Stensen-Kliniken Bramsche, vom Krankenhausbesuchsdienst Rieste, vom Caritas-Besuchsdienst in Rulle sowie dem Besuchsdienst für das Alten- und Pflegeheim St. Martinus Bramsche war es zudem ein Anliegen, auf die Existenz und die Arbeit der jeweiligen Besuchsdienste aufmerksam zu machen.

„Man muss hierfür nicht aus der Pflege kommen“, stellte Tepker mit Blick auf mögliche Interessenten klar. „Unsere Tätigkeit erfüllt einen mit Freude, es gibt intensive menschliche Begegnungen, doch sie erfordert auch Einfühlungsvermögen“, so Tepker weiter.

Den Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen, einmal einen dieser Besuchsdienste zu kontaktieren, gaben die „Zeitschenkerinnen“ weitere Informationen zu ihrer Arbeit. Sie stehen für Gespräche, Begleitung beim Einkaufen, Arztbesuche oder Spaziergänge zur Verfügung. Auch bieten sie Unterstützung in den verschiedensten Lebenssituationen an, können allerdings keine professionelle Hilfe bei körperlichen oder seelischen Krankheiten leisten.

Menschen, die besucht werden wollen, entstehen keinerlei Kosten.

Vor der Aufnahme von regelmäßigen Besuchen erfolgt immer ein erstes Gespräch, bei dem durch gegenseitiges Kennenlernen geklärt wird, ob tatsächlich weitere Besuche gewünscht werden.

Für die Kontaktaufnahme zu sämtlichen Besuchsdiensten, also auch zu denen aus Rieste und Rulle, hat sich Maria Höhne unter der Telefonnummer 0160-90177509 zur Verfügung gestellt. Hier können sich auch Freiwillige melden, die in einem der Besuchsdienste mitarbeiten wollen. Sie sind jederzeit willkommen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN