Interview zum Jubiläum Warum der Heimatverein Sögeln in Rieste feiert

Von Heiner Beinke

Irmgard HölscherIrmgard Hölscher

Sögeln. Um junge Mitglieder bemüht sich der Heimatverein Sögeln, der am Sonntag ab 14 Uhr in der „Alten Küsterei“ auf Lage sein 25-jähriges Bestehen feiert. Die Vorsitzende Irmgard Hölscher verrät im Interview, warum die Feier im benachbarten Rieste stattfindet.

Frau Hölscher, der Heimatverein Sögeln feiert sein 25-jähriges Bestehen und ist damit noch relativ jung. Wie kam es dazu?

Der Heimatverein entstand aus einem Arbeitskreis für die Vorbereitung der 750-Jahr-Feier Sögelns. Die war im September 1990. Da wollten wir vorher Geld sammeln und etwas sparen. Und da fehlte uns ganz einfach ein Konto. Da kamen Ortsbürgermeister Wilhelm Kuhlmann und der Ortsrat auf die Idee, einen Verein zu gründen. Wir haben es dann erst Verein für Heimatkunde Sögeln genannt. Der Vorsitzende war Wilhelm Kuhlmann. Erst 1995 ist der Beitritt erfolgt zum Kreisheimatbund . Dann kam die Umbenennung in Heimatverein Sögeln.

Was sind die besonderen Highlights in der Vereinsgeschichte?

Unvergesslich ist uns allen die 750-Jahr-Feier im September 1990 im großen Zelt. Das ist der ganzen Ortschaft in guter Erinnerung. Darüber hinaus haben wir Studienfahrten und kulturelle Veranstaltungen gemacht. Wir hatten guten Zuspruch und wuchsen auf 110 Mitglieder an. Im letzten Jahr sind leider verhältnismäßig viele von uns gegangen. Wir wollen und müssen uns jetzt auch um Nachwuchsmitglieder kümmern.

Wie soll das geschehen? Welche Aktivitäten gibt es?

Es gibt den plattdeutschen Gesprächskreis , der wird sehr gut angenommen. Und es gibt die Natur AG, da sind ja auch junge Leute aktiv. Leider haben wir keine Grundschule in Sögeln mehr. Wenn man die Kinder einmal erfassen will, ist das schwer. Vielleicht kann man da auch mal eine Fahrt anbieten, zum Beispiel nach Belm, da gibt es das Igelmuseum. Fahrradtouren für Jüngere sollte man anbieten. Wir müssen sehen, dass wir das Mittelalter noch mehr gewinnen.

Jetzt feiert der Heimatverein Sögeln sein 25-jähriges Bestehen in Rieste, weil es die Sögelner Gaststätte Wrocklage nicht mehr gibt. Gab es keine andere Möglichkeit im Ort selbst?

Das ist hin und her diskutiert worden. Wir haben uns einfach gesagt, wir möchten nicht so viel Arbeit haben. Wenn wir es im Schießstand gemacht hätten, hätten wir nicht genug Platz gehabt. Wir haben 120 Anmeldungen. Ein Festzelt wäre uns zu teuer gewesen. Wir hätten auch noch Catering haben müssen und hätten auf Gartenstühlen gesessen. Wir möchten uns einfach auch im warmen Saal an einen gedeckten Tisch setzen und eine Bühne zur Verfügung haben. Rieste, Lage ist ja nun auch nicht irgendwo, es ist ja eine historische Stätte. Und vielleicht rücken wir ja auch mit dem Heimatverein Rieste einfach ein bisschen näher zusammen.