A-capella im „Universum“ „Fünf vor der Ehe“ in Bramsche mit Spaß und Gefühl

Von Sascha Knapek

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Von sinnfreiem Klamauk bis hin zu gefühlvollen Balladen zeigten die Vokalakrobaten von Fünf vor der Ehe ein umfangreiches A-cappella-Programm, das beim Bramscher Publikum auf viel Gegenliebe stieß. Foto: Sascha KnapekVon sinnfreiem Klamauk bis hin zu gefühlvollen Balladen zeigten die Vokalakrobaten von Fünf vor der Ehe ein umfangreiches A-cappella-Programm, das beim Bramscher Publikum auf viel Gegenliebe stieß. Foto: Sascha Knapek

Bramsche. Viele Gäste im Filmtheater Universum konnten sich augen- und ohrenscheinlich noch gut an den ersten Bramsche-Besuch des A-cappella-Quintetts „Fünf vor der Ehe“ erinnern. Vor knapp drei Jahren begeisterten die jungen Herren mit ihrem damals aktuellen Album „Heute eine Frau“. Ihr neues Programm, „Tigerbaby“, zeigte sich musikalisch ausgereifter und noch unterhaltsamer als beim Debüt.

Die Begrüßung im Universum verlief dabei anders als gewohnt. Mit den Worten „wir sind die Neuen“ stellten sich Uli Holstein, Jessica Mack und Sabine Rehse, die den Stab von Jan Rathjen übernommen haben , vor, und hießen kurz darauf die musikalischen Protagonisten des Abends, „Fünf vor der Ehe“, willkommen.

Dass Martin Jordan (Tenor), Tobias Tiedge (Countertenor, Bariton), Tilmann Weiss (Countertenor), Christian Thiemig (Bariton, Beat-Box) und Sascha Rittgerodt (Bass) das Publikum gerne in ihre Konzerte einbinden, ist kein Geheimnis. Im Filmtheater konnte man sich davon schon nach wenigen Augenblicken überzeugen. Bereits beim ersten Song animierten die fünf Sänger ihre Zuhörer zum Mitmachen – ein Faden, der sich durch den kompletten Auftritt ziehen sollte.

In der Folge präsentierten die fünf Hannoveraner ein waschechtes A-cappella-Programm, das hauptsächlich aus eigenen Songs bestand und von auflockernden Comedy-Einlagen und viel Kontakt zum Publikum ergänzt wurde.

Vor allem beim Titeltrack des aktuellen Programms war der Bewegungsanteil der Bramscher Konzertgänger nicht zu unterschätzen. Die aufwendige Klatsch-Handzeichen-Choreografie klappte im Universum schließlich aber so gut, dass sogar „Fünf vor der Ehe“ ihren imaginären Hut zogen.

Die tiefe Stimme

Vier Frontmänner und „Bass-Ass“ Sascha Rittgerodt, so konnte man die Aufgabenteilung auf der Bühne beschreiben. Während sich seine vier Mitstreiter die Momente im Rampenlicht teilten und das breite Musikfeld zwischen ergreifender Ballade („Licht und Stille“) und mitreißendem Pop („Stecker raus“) bestellten, kam der Mann mit der unglaublich tiefen Stimme besonders beim weiblichen Publikum sehr gut an. Eine Parallele zum Bramsche-Debüt der Vokalartisten.

Gegen Ende des Konzerts durften einige bekannte Nummern und flotte Tanzchoreografien nicht fehlen. Nachdem durch Coldplays „Viva La Vida“ zuerst etwas Stadion-Rock-Atmosphäre ins Universum einzog, zelebrierten die fünf Musiker laut eigener Aussage ein wenig „Tanzvergnügen“, das sich um Stücke wie „Hound Dog“ (Elvis Presley) oder „The Twist“ (Hank Ballard/Chubby Checker) drehte.

Lautstarken Applaus heimsten dann auch das Original „Lotta“ und die musikalische Verabschiedung – unter anderem mit „Auld Lang Syne“ und „Time to Say Goodbye“ – des Quintetts ein. An den Beifallsbekundungen der Zuschauer merkte man deutlich, dass bis zum nächsten Gastspiel der Formation gerne weniger als drei Jahre vergehen dürfen.


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