Reform beim Automobilzulieferer Heyform setzt in Bramsche mehr auf Leichtbauteile

Von Marcus Alwes

Betriebsratsvorsitzender Dietmar Schminkel (l.), die Kaufmännische Geschäftsführerin, Elke Hüttker, und der Vorsitzende der Geschäftsführung, Dr. Gerhard Müller-Broll (3. v. l.), bei einem Rundgang in den Heyform-Werkshallen in Engter. Foto: Marcus AlwesBetriebsratsvorsitzender Dietmar Schminkel (l.), die Kaufmännische Geschäftsführerin, Elke Hüttker, und der Vorsitzende der Geschäftsführung, Dr. Gerhard Müller-Broll (3. v. l.), bei einem Rundgang in den Heyform-Werkshallen in Engter. Foto: Marcus Alwes

Bramsche-Engter. Beendigung der Nicht-Automobilgeschäfte. Abbau von 20 der insgesamt 360 Arbeitsplätze. Investionen in Höhe von drei Mio. Euro in neue Anlagen am Standort Bramsche-Engter. Und verstärkte Herstellung von Leichtbauteilen. Der Automobilzulieferer Heyform richtet sich neu aus.

Das haben der Vorsitzende der Geschäftsführung, Gerhard Müller-Broll, und die Kaufmännische Geschäftsführerin, Elke Hüttker, im Gespräch mit unserer Zeitung angekündigt.

Umsatz-Talsohle erreicht

Das Unternehmen reagiert damit unter anderem auf die Umsatzrückgänge der vergangenen Jahre (von 56 Mio. Euro in 2011 auf zuletzt ca. 35 Mio. Euro) und Empfehlungen der Berater-Firma Roland Berger, die Heyform intensiv durchleuchtet hatte.

„Mit den erwähnten Maßnahmen ist unsere Konsolidierung abgeschlossen. Wir werden wieder wachsen“, erklärte Müller-Broll. Im kommenden Jahr werde es durch die Umstrukturierungen und die dafür notwendigen finanziellen Aufwendungen zwar noch einmal einen Umsatzrückgang geben, doch dann sei die Talsohle wohl durchschritten.

Vom Nicht-Automobilgeschäft – wie beispielsweise dem Kabinenbau für Radlader – trenne sich das Unternehmen. Die Herstellung von modernen Leichtbauteilen für den Autosektor – hier zum Beispiel Ladeböden oder die „Hutablage“ – solle dagegen ausgebaut werden.

Bald in Mexiko und China

Zudem, so Müller-Broll, plane Heyform, schon bald seine Auslandspräsenz zu erhöhen. Dazu werden bereits konkrete Gespräche in Mexiko (für den amerikanischen Markt) und in China (asiatischer Markt) geführt.