Probleme durch Fahrzeuge Neues Pflaster für den Bramscher Marktplatz

Von Heiner Beinke


Bramsche. Der Ortsrat Bramsche möchte im nächsten Jahr das Klinkerpflaster auf dem Marktplatz sanieren. Die von der Verwaltung vorgeschlagene Erweiterung des Parkplatzes hinter dem Rathaus wird dagegen erneut zurückgestellt.

Bei der Sitzung am Montagabend im Ratssitzungssaal hatte sich Roswitha Brinkhus erneut für die Erweiterung des Parkplatzes hinter dem Rathaus starkgemacht. Es herrsche in diesem Bereich „schon eine Parkplatznot“, außerdem sei eine Erweiterung auch für den Erhalt des Krankenhauses ein wichtiges Zeichen. Da hatte CDU-Sprecherin Imke Märkl doch so ihre Zweifel: „Ich kann nicht erkennen, dass der Erhalt des Krankenhauses vom Bau eines Parkplatzes abhängt.“ Auch Dagmar Völkmann (Bündnis 90/Grüne) fand den Parkplatzausbau hinter dem Rathaus nicht so dringend. Zumal sich für die wertvolle Fläche in der Nähe des Hasesees auch andere Nutzungen denken ließen.

In der Abstimmung konnte sich die SPD nicht gegen die Einstimmen-Mehrheit von CDU, Grüne und Jan-Bernd Seidl (parteilos) durchsetzen. Der Verwaltungsvorschlag, 75000 Euro für den Bau des Parkplatzes anzusetzen, wurde gestrichen.

Einig waren sich die Ratsmitglieder dagegen bei der Beurteilung des Marktplatzes. „Da hört man, wie das Pflaster unter den Schuhen klappert“, meinte Roswitha Brinkhus. Der Zustand des Pflasters auf dem Marktplatz sei „sehr bedenklich“, stimmte Bürgermeisterin Liesel Höltermann (SPD) zu.

Sie wies darauf hin, dass Klinker kein geeignetes Material für Parkplätze seien, weil sie den Dreh- und Scherbewegungen von Fahrzeugen nicht widerstehen könnten. Da wäre Betonpflaster besser geeignet. Aber für den Marktplatz sei ja ursprünglich auch an eine andere Nutzung gedacht worden, erinnerte Höltermann daran, dass erst vor Kurzem die Neue Mehrheit im Stadtrat den ganzen Platz zum Parken freigegeben hatte.

Einstimmig sprach sich der Ortsrat dafür aus, 50000 Euro für die Pflastersanierung auf die Prioritätenliste zu setzen. Höltermann hatte darauf hingewiesen, dass die Position in der Haushaltsberatung nicht auftauchen würde, wenn der Ortsrat sie nicht auf die Liste setze. Umgekehrt sei es durchaus üblich, dass Wünsche von Ortsräten im Zuge der Haushaltsplanberatungen nicht berücksichtigt würden. Die 50000 Euro sah die Bürgermeisterin zudem nicht als feste Grenze, sondern nur als Größenordnung an: „Wenn wir das sanieren, dann müssen wir das auch richtig machen, auch wenn es vielleicht teurer werden sollte.“