„Da Pino“ bald in Malgarten Zum Abschied Pizza für Achmeraner Kinder

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Alle Kinder mögen Pizza – das bewahrheitete sich am Dienstagmorgen, als Familie Pizzata den Achmeraner Nachwuchs einlud. Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeAlle Kinder mögen Pizza – das bewahrheitete sich am Dienstagmorgen, als Familie Pizzata den Achmeraner Nachwuchs einlud. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Achmer. Immer der Nase nach. Ausnahmsweise zieht der Pizzaduft schon morgens um 10 Uhr um das Haus an der Hermannstraße in Achmer. Giuseppe „Pino“ Pizzata verabschiedet sich am Dienstag von „seinen“ Achmeraner Kindern – mit Pizza für alle.

15 Jahre haben der Koch aus Kalabrien und seine Frau Anna die großen und kleinen Achmeraner mit Pizza und Pasta versorgt, er hat sie kennengelernt, als ihre Eltern sie noch in der Kinderkarre mitbrachten und sie bekocht, als sie als Jugendliche schon ihr eigenes Taschengeld in die Pizzeria trugen. Zum 29. September schließen die Pizzatas nun ihr Restaurant in Achmer, weil der Vermieter das Haus anderweitig nutzen wollte.Wahrscheinlich Ende Oktober wird die Familie im ehemaligen Landhaus Hellmich in Malgarten mit italienischer Küche an den Start gehen.Wahrscheinlich Ende Oktober wird die Familie im ehemaligen Landhaus Hellmich in Malgarten mit italienischer Küche an den Start gehen.

„Ich wollte mich einfach bei den Kindern bedanken“, meint „Pino“. „Deshalb haben wir heute die ganze Grundschule und den Kindergarten eingeladen.“ Gerührt erinnert er sich daran, wie die jüngsten Achmeraner eigens eine Demonstration organisierten, um seinen Weggang zu verhindern. „Pino muss bleiben“ skandierten die Kinder damals und hielten selbst gemalte Transparente hoch.

Pizza um Pizza wandert an diesem Morgen in den Ofen und anschließend knusprig frisch in die hungrigen Münder. Anna Pizzata nimmt die Bestellungen auf. Margarita und Salami sind die absoluten Hits. Salami ist auch Stinas Favorit. „Ich bin hier auch schon mit Mama und Papa gewesen“. Karla lässt sich ebenfalls die „Salami“ schmecken und meint zwischen zwei Bissen: „ Dass Pino weggeht, ist doof.“ Einhelliges Nicken am Tisch.

Giuseppe Pizzata und sein Sohn Nicodemo haben nicht einmal Zeit fürs Erinnerungsfoto. Der Nachschub muss rollen, und schließlich soll kein Kind lange warten müssen. Schulleiterin Renate Settelmeyer beißt ebenfalls beherzt in ihr Pizzastück. „Die Idee, die Kinder einzuladen, ist einfach großartig“, freut sie sich und wendet sich wieder der Bändigung ihrer Rasselbande zu. In einem ersten Schwung sind die Klasse 1 und 2 dran, anschließend kommen die „Großen“ aus den Klassen 3 und 4. Die Kita-Kinder sind für halb 12 angekündigt.

Bis 10 Uhr haben Giuseppe und Nicodemo schon 24 große Pizzen in den Ofen geschoben. Bis alle 140 Kinder versorgt sind, werden noch etliche Schweißtropfen fließen. „Es war eine schöne Zeit“, meint Pizzata. „Meine Kinder sind hier zur Schule gegangen, haben Fußball gespielt, und ich habe die Trikots gesponsert.“ An der Verbundenheit soll sich auch nichts ändern. „Wenn Achmer etwas braucht, bin ich da“, verspricht Pino.


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