Ortsrat gewährt 150 Euro Förderung für öffentliches Beet in Bramsche

Von Heiner Beinke

Auf dieser Fläche an der Hemker Straße wollen Silke Lewandowsky (links), Susanne Enge und einige weitere Mitstreiter ein öffentliches Beet anlegen. Der Ortsrat fördert diese Initiative mit 150 Euro. Archivfoto: Heiner BeinkeAuf dieser Fläche an der Hemker Straße wollen Silke Lewandowsky (links), Susanne Enge und einige weitere Mitstreiter ein öffentliches Beet anlegen. Der Ortsrat fördert diese Initiative mit 150 Euro. Archivfoto: Heiner Beinke

Bramsche. Die Initiative um Susanne Enge und Silke Lewandowsky kann ihren Versuch, ein öffentliches Obst- und Gemüsebeet auf der Freifläche an der Hemker Straße anzulegen, starten. Als Anschubfinanzierung billigte der Ortsrat Bramsche 150 Euro. Vorausgegangen war am Montag Abend allerdings eine kontroverse Debatte.

Es spreche „im Prinzip nichts“ gegen einen „Gemüsegarten an der Hemker Straße“ , befand Ortsbürgermeister Peter Remme (SPD). Seine Fraktionsvorsitzende Roswitha Brinkhus würdigte das private Engagement. Allerdings müsse allen klar sein, dass sämtliche Aktivitäten bei einem Verkauf der Fläche im Sanierungsgebiet ein abruptes Ende fänden, betonte sie. Es handelt sich um die Fläche zwischen Hemker Straße und Otterbreite , auf der auch der Schlachthof der Firma Sostmann steht.

Die CDU-Fraktionsvorsitzende Imke Märkl erkannte in dem Projekt eine Wiederkehr des eigenen Antrags aus dem März, die Freifläche in eine Schmetterlingswiese umzuwandeln . Den hatte damals die SPD abgelehnt. „Wir wollen uns gar nicht darüber streiten, was da angepflanzt werden soll“, war sie mit dem neuen Ansatz einverstanden.

Nicht so die Grünen. Dagmar Völkmann verwies auf die hohe Verkehrsbelastung an der Hemker Straße und fragte, wer denn derart belastetes Obst und Gemüse ernten solle. „Es gibt bestimmt bessere Flächen“, fand auch der Parteilose Jan-Bernd Seidl. Völkmann schlug vor, das Projekt an den Stadtentwicklungsausschuss zu verweisen, der über besser geeignete Flächen nachdenken solle.

„Unser Stadtentwicklungsausschuss hat etwas anderes zu tun“, entgegnete Bürgermeisterin Liesel Höltermann. Außerdem sei der Antrag ja von diesem Gremium an den Ortsrat verwiesen worden. Nach einer etwas unübersichtlichen Diskussion, in der unter anderem vorgeschlagen wurde, den Antrag zurückzustellen, weil nicht klar sei, was genau gefordert werde, kam es schließlich doch noch zur Abstimmung. Gegen die Stimmen von Grünen und Seidl gab es grünes Licht für den Versuch, in Bramsche ein Projekt wie „incredible edble“ aus der englischen Partnerstadt Todmorden zu starten.