Im Leserbeirat: Lars Kreie Bramscher Helfer sucht treue Unterstützer

Von Heiner Beinke

Lars Kreie. Foto: Björn DieckmannLars Kreie. Foto: Björn Dieckmann

Bramsche. Zum Abschluss der zweiten Projektrunde äußern sich die Mitglieder des Leserbeirates der Bramscher Nachrichten zu Themen, die ihnen am Herzen liegen. Lars Kreie muss da nicht lange nachdenken: Der Bramscher hat sich dem Ehrenamt beim Deutschen Roten Kreuz verschrieben.

Gleich in zwei Funktionen ist Kreie für das DRK aktiv: Als Vorsitzender des Ortsverbandes Bramsche kümmert er sich schwerpunktmäßig um die Organisation des Blutspendedienstes in Bramsche. Und als Kreisbereitschaftsleiter kümmert er sich um den Einsatz der Rotkreuzler bei Veranstaltungen aller Art. So rund 150 Veranstaltungen kommen da Jahr für Jahr zusammen, sagt der „oberste Ehrenamtliche für den ganzen Landkreis“ beim DRK. Allein 300 Stunden veranschlagt er jährlich nur für die Organisation dieser Dienste, eigene Einsätze gar nicht mitgerechnet.

Wird das Engagement der vielen Helfer in der Heimatzeitung ausreichend gewürdigt? Unser Leserbeirat findet schon, dass die Redaktion da gute Arbeit leistet. Durch die Ausweitung des Lokalteils im Zuge der Lokaloffensive finde sich genug Platz für Geschichten auch über das Rote Kreuz.

Bei der Suche nach neuen Mitgliedern, die das Rote Kreuz genauso dringend braucht wie andere Einrichtungen, helfe das allerdings wenig. „Wir haben eben nicht so spektakuläre Dinge zu bieten wie zum Beispiel die Feuerwehr“, meint Kreie. Er setzt bei der Gewinnung neuer Kräfte vor allem auf Mund-zu-Mund-Propaganda und gezielte Ansprache geeigneter Kandidaten. Seine Erfahrung: „Leute, die sich auch schon woanders engagieren, kann man leichter gewinnen. Leute, die nirgendwo anders aktiv sind, kriegt man gar nicht.“

Kreie ist die gezielte Ansprache künftiger Helfer aber noch aus einem anderen Grund besonders wichtig. Anlassbezogen würden sich gelegentlich spontan Kandidaten melden, die dann aber nach einem halben Jahr schon wieder weg sind. Das aber helfe dem DRK nur wenig: „Wir müssen die einkleiden und ausbilden, das kostet ja auch alles. Da wollen wir lieber Helfer, die auch langfristig dabeibleiben“, erklärt der DRK-Ortsvereinsvorsitzende.