Erste Eltern-Infoveranstaltung Klarheit über IGS für Bramsche am 9. Oktober

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Regen Zulauf hatte der erste Info-Abend in der Grundschule Engter zur IGS-Elternbefragung.Foto:Hildegard Wekenborg-PlackeRegen Zulauf hatte der erste Info-Abend in der Grundschule Engter zur IGS-Elternbefragung.Foto:Hildegard Wekenborg-Placke

Engter. Am 9. Oktober wird feststehen, ob die Eltern im Nordkreis eine Integrierte Gesamtschule (IGS) für Bramsche wünschen oder nicht. Das teilte am Donnerstagabend Volker Trunt von der Schulverwaltung des Landkreises während einer Informationsveranstaltung in der Grundschule Engter mit.

An diesem 9. Oktober tritt der Schulausschuss des Landkreises zusammen, um sich auf der Basis der aktuellen Elternbefragung mit der weiteren Entwicklung der Schulstruktur in der Region zu befassen. Noch bis zum 26. September haben 4800 Eltern der Nordkreis-Grundschüler Gelegenheit, ihr Votum abzugeben. Am 20. Oktober müsste dann der Kreistag sein Votum abgeben. Der Antrag auf Einrichtung einer IGS in Bramsche zum Schuljahr 2015/16 müsste bis zum 31. Oktober bei der Landesschulbehörde eingegangen sein. Das alles vorausgesetzt, die Eltern sprechen sich mehrheitlich für eine solche neue Schule aus. Denn, so machte der Verwaltungsvertreter klar: „Wenn kein Elternvotum, dann keine IGS in Bramsche“.

Die Informationsveranstaltung, zu der zahlreiche Eltern nicht nur aus Engter, sondern nach eigenem Bekunden auch aus anderen Ortsteilen gekommen waren, macht den Auftakt zu einer Reihe von Abenden, mit denen der Landkreis die seit Montag laufende Befragung fachlich begleitet . Referent Trunt unterstrich denn auch wiederholt den rein informativen Charakter der Veranstaltung: „Als Verwaltung wollen wir weder das eine noch das andere Modell. Wir wollen lediglich wissen, was Sie als Eltern wollen. Die Eltern müssen entscheiden, welche Schule sie für ihr Kind bevorzugen“. Die Verwaltung wolle und könne kein Votum aussprechen, bremste er eine aufkommende Diskussion um den Sinn einer Integrierten Gesamtschule für Bramsche und die Konsequenzen für die bestehenden Schulen in der Kommune aus. Eine Mutter hatte zuvor den Sinn „der Zerschlagung gut funktionierender Strukturen“ bezweifelt.

Zuvor hatte Trunt auf Elternfragen erläutert, dass eine IGS zurzeit entsprechend niedersächsischem Schulgesetz lediglich eine ergänzende Schule sein kann, das heißt, dass vor Ort alle weiteren Schulformen erreichbar sein müssen. „Der Landkreis möchte Träger der IGS sein und sie möchte dafür das Gebäude der Realschule nutzen“ , so Trunt weiter. „Darüber, was dann mit der Hauptschule und der Realschule wird, deren Träger in beiden Fällen die Stadt Bramsche ist, laufen zurzeit Gespräche“, sagte er. „Ob beide Schulen möglicherweise in einer Oberschule aufgehen, darüber muss die Politik in Bramsche entscheiden.“

Elisabeth Drewes als Vertreterin des Stadtelternrates kritisierte in diesem Zusammenhang die fehlende Klarheit über die Zukunft der Haupt- und Realschule . „Dann will man sein Kind an der Realschule anmelden, und die gibt es gar nicht mehr“. Die Kenntnis von Alternativen sei eine wichtige Voraussetzung für ein Votum für oder gegen eine IGS. „So werden Eltern doch nur aufs Glatteis geführt“, kritisierte sie eine angebliche Festlegung von Seiten der Stadt Bramsche in Richtung Oberschule – ein Tatbestand, den Fachbereichsleiter Wolfgang Furche allerdings umgehend und nachdrücklich zurückwies.

Auf eine weitere Elternfrage machte Trunt klar: „Kinder, die an der Realschule eingeschult worden sind, können auch an der Realschule ihren Abschluss machen“. Eine IGS werde sukzessive beginnend mit Klasse 5 eingerichtet. Aus dem Plenum wurden zudem Sorgen laut, nicht alle Bramscher Kinder könnten von einer neuen IGS profitieren, wenn zu viele Anmeldungen vorlägen und angemeldete Kinder abgelehnt werden müssten. Trunt konnte das nicht ausschließen, wies aber darauf hin, dass das Gründungsgremium einer neuen Schule Aufnahmekriterien erst noch festlegen müsste.


Für die Eltern in der Stadt Bramsche finden weitere Informationsabende am 23. September in der Grundschule Im Sande um 19 Uhr und am 24. September in der Meyerhofschule um 20 Uhr statt. Zusätzliche Informationen zur Elternbefragung und zu den Schulformen sind erhältlich unter www.landkreis-osnabrueck.de , unter www.mk.niedersachsen.de (Nieders. Kultusministerium) und bei der Landesschulbehörde unter Tel. 0541/314-444.

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