„Hier kann ich lernen“: Remondis Azubis in Achmer gesucht – Bewerbungen erwünscht

Von Marcus Alwes


Achmer. „Wir bilden hier ganz klar für unseren Bedarf aus“, unterstreicht Benedikt Gerbrand, „und unser Ziel ist es schon, die Auszubildenden am Ende auch zu übernehmen.“ Der Technische Leiter der Bramscher Remondis-Niederlassung in Achmer zeigt jungen Bewerbern eine Perspektive auf. Über die Lehre hinaus.

Die Remondis Industrie Service GmbH kümmert sich vor allem um Gefahrstoffentsorgungen und Recycling. Auf einer Werksfläche von rund 30000 Quadratmetern mit zahlreichen Hallen und einem Verwaltungsgebäude werden neben Berufskraftfahrern und Industriekaufleuten (ab dem Jahr 2015) hierzu bereits seit längerer Zeit Chemikanten und Produktionsfachkräfte Chemie ausgebildet. „Aktuell gibt es sieben Lehrlinge bei uns“, schildert Ausbilderin Nicole Osterfeld die Ausgangslage: „Wir erwarten ganz normale Dinge von den Bewerbern. Zum Beispiel Zuverlässigkeit und Strebsamkeit.“

Nicht nur Zeugnis zählt

Für eine Ausbildung zum Chemikanten ist ein Realschulabschluss die Mindestvoraussetzung, bei der Produktionsfachkraft Chemie ist hingegen der Hauptschulabschluss ausreichend. „Wir schauen aber nicht nur auf Zeugnisse“, sagt Benedikt Gerbrand, „auch die Bewerbungsgespräche spielen bei unserer Entscheidung und Auswahl eine große Rolle. Möglich sind zudem Praktika, damit man sich kennenlernt.“

Einer, der bereits eine Lehre als Chemikant bei Remondis begonnen hat, ist der Osnabrücker Robin Schaiper. Über die Realschule und ein Programm für naturwissenschaftliche Talente sowie ein Bewerbungsgespräch hat er vor einiger Zeit den Weg nach Bramsche gefunden. „Eine gute Mischung“ sei diese Ausbildung, so Schaiper. Er durchlaufe viele Abteilungen. „Ich sitze nicht nur im Labor. Eine Ahnung von Chemie sollte man schon haben. Aber auch Fahrzeugführung oder Anlagensteuerung bekomme ich hier vermittelt.“

Die Ausbildung zum Chemikanten dauert dreieinhalb Jahre. Eine Produktionsfachkraft Chemie ist als Lehrling zwei Jahre unterwegs. „Es gibt bei uns eine Durchlässigkeit zwischen beiden Berufen“, zeigt der Technische Leiter Gerbrand zudem Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Betrieb auf. Grundsätzlich sei für beide Jobs aber wichtig, dass die Bewerber ein Grundinteresse an Naturwissenschaften mitbrächten – für Chemie und Physik vor allem. „Man sollte also schon wissen, was eine Säure oder Lauge ist“, so Gerbrand.

Aktuell 148 Beschäftigte

Aktuell beläuft sich die Zahl aller Beschäftigten bei Remondis am Standort Achmer auf 148 Personen. Die Suche nach Azubis ist dabei nicht immer einfach. „Eher sporadisch und schleppend“, so Gerbrand, sei zuletzt der Eingang von Bewerbungen für die technischen Berufe gewesen. „Bei den kaufmännischen Ausbildungen dagegen ist es gänzlich anders.“ Eine Erfahrung, die übrigens zahlreiche Betriebe in der Region im Moment machen.

Remondis selbst ist ein international tätiges Unternehmen. In 34 Staaten weltweit verfügt die Firmengruppe über mehr als 500 Niederlassungen oder Beteiligungen. In Bramsche-Achmer steht ein sogenanntes Entsorgungswerk, in dem rund 600 verschiedene Abfallarten von den Fachleuten gelagert, behandelt und – soweit möglich – verwertet werden. Eine verantwortungsvolle Tätigkeit.

„Wir haben unlängst für unsere Auszubildenden die Vergütung angehoben“, berichtet Benedikt Gerbrand unterdessen über die Bezahlung der Lehrlinge. Generell gebe es bei der Remondis Industrie Service GmbH einen Haustarifvertrag. Wer also seine Lehre hinter sich habe und bleiben wolle, müsse die Bereitschaft zum Schichtdienst mitbringen, so Gerbrand.

Erste Ansprechpartnerin für Interessierte ist Nicole Osterfeld, Tel. 05461/951373.


Auch Berufskraftfahrer gesucht:

Das Unternehmen bildet am Standort Achmer unter anderem auch Berufskraftfahreraus. „Das Fahren mit verschiedenen Fahrzeugtypen, das Arbeiten in unserer Kfz-Werkstatt, aber auch Disposition und Routenplanung sowie der richtige Umgang mit Gefahrgütern gehören zur Ausbildung“, betont Remondis-Sprecher Benedikt Gerbrand.

Die Berufskraftfahrerausbildung – Voraussetzung ist mindestens der Hautschulabschluss – umfasst drei Jahre.