Viele Besucher am Denkmaltag Geschichte und aktuelle Kunst im Kloster Malgarten

Von Hildegard Wekenborg-Placke


Malgarten. Bei wunderschönem spätsommerlichen Wetter zog der Denkmalsonntag reichlich Besucher in die ansonsten eher beschauliche Anlage des ehemaligen Benediktinerinnenklosters Malgarten. Und eigentlich alle nutzten die Gelegenheit, sich nicht nur über die Geschichte des Anwesens zu informieren, sondern riskierten auch ein Blick in die Ausstellungen und geöffneten Maler-, Bildhauer- oder Textil-Ateliers der Kulturschaffenden, die in Malgarten ansässig sind.

„Heute ist es eher beschaulich“, hatte kurz nach 14 Uhr noch Silke Schwarz gemeint, die den Besuchern ihren barrierefreien Garten mit Recyclingkunst und einer Ausstellung von Bildern der Bramscher Malerin Heide Richter geöffnet hatte. Noch war Zeit für ein Gespräch unter Kollegen und eine Tasse Ingwertee. Doch spätestens zur offiziellen Führung zum Jubiläum der Personalunion „Preußen auf dem britischen Thron“ änderte sich das schlagartig. Mehr als 20 Geschichtsinteressierte folgten den Ausführungen der Gästeführerin. Zur besten Nachmittagsausflugszeit füllte sich der Parkplatz , von allen Seiten strömten Radfahrer herbei, die den freien Tag, das gute Wetter und das kulturelle Angebot für einen Ausflug nutzten.

„Heute haben wir mal Zeit für uns. Alle Enkelkinder sind unterwegs“, schmunzelt Aloysia Stolte aus Bohmte. Ihr Ehemann Andreas hat es als langjähriger Kirchenmusiker besonders die Orgel der Klosterkirche angetan. Aber nun werfen sie einen Blick in den Hestia-Werkraum, wo Maria Breer-Dühnen ihre Feuerschalen aus einem speziellen, hitzebeständigen Ton präsentiert. „Das hat doch was“, meint Aloysia Stolte.

Besucher Gerold Büschen faszinieren die „Freudentänze“, die Breer-Dühnen“ im Kreuzgang des Klosters zeigt - Momentausnahme des ablaufenden Meeres, die während eines Besuchs auf Sylt entstanden. In den Prielen malen die Gezeiten Motive, die an kraftvolle Tänzer erinnern. „Für jemanden, der vom Meer kommt, ist das einfach fantastisch“, findet der gebürtige Carolinensieler.

Berthold Schlüter fasst dann zusammen, was sicherlich viele Besucher empfunden haben: „Das Kloster ist einfach ein schöner Ort“.