Jannik Held nach Frankreich Angers-Botschafter kommt aus Bramsche

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Vive la France: Jannik Held hat ein inniges Verhältnis zum Nachbarland. Foto: Heiner BeinkeVive la France: Jannik Held hat ein inniges Verhältnis zum Nachbarland. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Der nächste Osnabrücker Städtebotschafter in Angers kommt aus Bramsche: Jannik Held bereitet sich derzeit im Elternhaus in der Gartenstadt auf sein Jahr in Frankreich vor. Für den 19-Jährigen erfüllt sich damit ein lang gehegter Wunsch.

„Monsieur Français“ hätten ihn seine Mitschüler genannt, erzählt Jannik Held, der im Sommer am Osnabrücker Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium sein Abitur gemacht hat. „Ich war von klein auf eigentlich jedes Jahr in Frankreich. Wir haben da immer Urlaub gemacht, und mein Opa hatte da ein Haus“, erzählt der angehende Botschafter. So entwickelte er früh eine Vorliebe fürs große Nachbarland, die er bis heute pflegt: „Ich höre französische Musik, lese französische Bücher und gucke französische Filme, manchmal spreche ich mit mir selbst Französisch“, erzählt der Abiturient. Als er im Internet die Ausschreibung für die Stelle als Städtebotschafter entdeckt, ist er sofort begeistert. „Das hat dann eine ganze Weile gedauert. Als dann doch noch der Anruf kam, war ich überrascht“, erzählt er. Es gab immerhin 34 Bewerbungen.

Ab dem 1. Oktober wird der Bramscher in Angers die Stadt Osnabrück repräsentieren. Zu seinen Aufgaben gehört auch das Übersetzen bei Empfängen und Führungen für deutsche Gruppen und die Betreuung von Gästen aus Osnabrück. Zudem arbeitet er mit seinen Kollegen aus Angers’ Partnerstädten Wigan (England) und Pisa (Italien) .

Seit 1964 tauschen Osnabrück und Angers bereits junge Botschafter aus. In Osnabrück wurde Held zusammen mit den anderen Botschaftern der Osnabrücker Partnerstädte Derby, Çanakkale und Twer vorgestellt.

Seinen künftigen Wohnort am Zusammenfluss von Maine und Loire kennt Held von zwei Aufenthalten. „Das ist eine junge Stadt, die aber auch ganz viel Geschichte hat“, weiß Held, dem vor allem gefällt, dass Angers auch Universitätsstadt ist: „Das macht es leicht, dort Anschluss zu finden.“ Insgesamt sei Angers „richtig idyllisch und französisch schön“.

Für sich persönlich hat Jannik Held ein klar umrissenes Ziel, das er in seinem Botschafterjahr erreichen will: „Ich möchte Französisch möglichst genauso sprechen können wie Deutsch.“ Das würde dann auch helfen bei der nächsten Station, die der Abiturient ins Auge gefasst hat: Ein Studium in Romanistik und Skandinavistik, schließlich spricht der Bramscher insgesamt vier Fremdsprachen.


Am 3. September 1964 unterzeichneten im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses Oberbürgermeister Kelch und Oberstadtdirektor Fischer aus Osnabrück, Bürgermeister Cremers aus Haarlem (NL) und Bürgermeister Turc aus Angers einen Dreierpartnerschaftsvertrag. Mit 150000 Einwohnern ist Angers mit Osnabrück vergleichbar, doch in der Hauptstadt des Departements Maine-et-Loire sind fast 40 Prozent der Einwohner jünger als 25 Jahre. Allein 30000 junge Leute sind an den beiden Universitäten und den Fachhochschulen eingeschrieben. Die Stadt blickt auf eine 2000-jährige Geschichte zurück. Im 1. Jahrhundert wird sie erstmals urkundlich erwähnt. Bekannt ist Angers heute weltweit als Sitz des Likörherstellers Cointreau. (Quelle: www.osnabrueck.de)

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