Gewinner im Wettbewerb Diakonie zeichnet in Bramsche kreative Jugendliche aus

Von Marcus Alwes

Gemeinsam freuten sich die Gewinner des Wettbewerbs mit den Flüchtlingskindern aus Hesepe über die Preise. Foto: Marcus AlwesGemeinsam freuten sich die Gewinner des Wettbewerbs mit den Flüchtlingskindern aus Hesepe über die Preise. Foto: Marcus Alwes

Bramsche. Zur Preisverleihung zweier Mitmachwettbewerbe hatte der Diakonie-Ausschuss des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Bramsche in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Jugend gebeten. Und es sollte eine nicht ganz alltägliche Auszeichnung werden, denn die acht Gewinner gaben die Hälfte ihrer Preise umgehend an Flüchtlingskinder aus Hesepe weiter.

„Wir sind Familie“ ist die Woche der Diakonie 2014 überschrieben. „Familiengeschichten aufschreiben“ hieß deshalb auch der eine der beiden Wettbewerbe, „Familienwappen malen“ der andere. Kinder und Jugendliche aus der gesamten Region waren aufgerufen, sich zu beteiligen. Vor allem aber diejenigen aus dem Kirchenkreis Bramsche, der von Quakenbrück bis Bad Essen reicht.

„Alle Menschen haben irgendwie Familie“, betonte Superintendent Hans Hentschel zu Beginn der Preisverleihung, „zwei Personen können schon eine Familie sein. Es können aber auch noch mehr dazugehören. Die Kinder Hanni, Nanni und Peter. Aber auch Oma und Opa – Otto und Wilma.“ Beispielsweise. Hentschel nutzte anschließend aber auch die Gunst der Stunde, den anwesenden Kindern seine eigene Familie mittels eines gemalten Bildes vorzustellen, inklusive Pferd, Hund und Haus.

„Familie bedeutet viel“, stellte Natalia Gerdes als Mitglied des Diakonie-Ausschusses schließlich fest und bat zusammen mit Kreisjugendwart Stephan Egbert sowie der mehrköpfigen Jury zur Preisübergabe. Tobias Pfänder, Gina Nowatzky, Jan-Luca Mühlig und Jacqueline Ruiz (alle aus Bramsche) hieß der eine Teil der Gewinner. Justus Müller (Nortrup), Sophie-Michelle Pohlmeyer, Elisa Plett (beide Bohmte) und Sinah Pohl (Osnabrück) der andere. Ihre Beiträge waren von der engagierten Jury ausgewählt worden. Das Sporthaus Böckmann und ein internationaler Sportartikelhersteller, der nicht öffentlich genannt werden will, stifteten dazu die Preise: Rucksäcke, Fußbälle, Trinkflaschen, Sporttaschen und -handtücher.

Das eher Ungewöhnliche: Alle Gewinner erhielten jeden Preis gleich doppelt, um die eine Hälfte zu behalten, die andere aber an Flüchtlingskinder aus dem nahen Aufnahmelager in Hesepe zu stiften. Eine wunderbare GeŠste in den Räumen des kirchlichen Gemeindehauses am Lutterdamm in der Gartenstadt . Da spielte es auch keine Rolle, dass die Zuwanderer-Kids kaum Deutsch sprachen und neben etwas Englisch vor allem die Hand- und Zeichensprache regierte. „Die Kinder haben schon verstanden, worum es hier geht“, sagte Natalia Gerdes zufrieden. Und Markus Wahlers, der als Stadtratsmitglied die Grüße von Politik und Verwaltung überbrachte, stellte fest: „Ich habe gerade leuchtende Augen gesehen. Nicht nur wegen der Geschenke. Sondern auch, weil die Flüchtlingskinder sich wertgeschätzt fühlen.“ Kinder würden Integration eben spielend erlernen, und zwar häufig leichter als viele Erwachsene.

Das Diakonische Werk setzt unterdessen seine Wir-sind-Familie-Woche am Freitagnachmittag in der Region mit einem Familiengottesdienst ab 14 Uhr und einem fröhlichen Singen im St. Sylvesterstift in Quakenbrück fort. Am Sonntag, 14. September, bilden dann drei Themen-Gottesdienste in Hunteburg, Fürstenau und Quakenbrück den Abschluss der Veranstaltungsreihe.