BN-Serie: Lehre bei Semcoglas Vom Glück, in Hesepe Zerbrechliches zu bewegen

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Hesepe. „Über meinen Bruder und über die Maßarbeit hatte ich erfahren, dass hier Stellen angeboten werden“, erinnert sich Fabian Moorkamp. Er ist einer von mehreren Auszubildenden bei der Firma Semcoglas Bramsche GmbH in Hesepe. Und Moorkamp hat den Schritt zu den Glasverarbeitern an der B68 nicht bereut. Den Beruf des Maschinen- und Anlagenführers lernt er seitdem hier.

Zum Innungssieger unter den „Azubis“ in der Region hat es der 20-Jährige, der aus Lappenstuhl stammt, inzwischen sogar gebracht. Mit der Wahl seines Ausbildungsbetriebes zeigt er sich durchaus zufrieden, als wir ihn – zu Beginn unserer noch neuen Serie „Hier kann ich lernen“ – in der Werkshalle treffen. „Ich habe echt Glück gehabt. Denn die Zusammenarbeit hier ist gut“, sagt Moorkamp, „ich habe vom ersten Tag an die nötige Hilfe bekommen, wenn ich Fragen hatte.“

Drei Ausbildungsberufe

80 Personen insgesamt bewegen hier bei Semcoglas in Bramsche allerlei Zerbrechliches: Glas. „Das Gelände umfasst circa 10000 Quadratmeter. Verwaltungsgebäude und Produktionshallen stehen darauf“, erklärt Betriebsleiter Sven Lauer, „mit einem eigenen Versandbereich und eigenem Fuhrpark.“

Lauer kümmert sich aber auch um die augenblicklich sieben Auszubildenden. Angehende Maschinen- und Anlagenführer – so wie Fabien Moorkamp – erhalten hier genauso wie künftige Fachkräfte für Lager und Logistik oder Industriekaufleute ihr berufliches Rüstzeug. „Angenehmes Betriebsklima, vielseitige Arbeit“, wirbt Lauer offensiv für sein Unternehmen, „die Bezahlung der Auszubildenden liegt bei uns im üblichen Rahmen. Die Vergütung ist bei ihnen im gewerblichen und im kaufmännischen Bereich gleich.“ Zwei Ausbildungskoordinatoren betreuen den Nachwuchs intensiv. Lauer: „Unser Ziel ist es schon, die ,Azubis‘ bei entsprechender Eignung nach der Lehre zu übernehmen.“

Teilnahme auch am BOP

Semcoglas verfügt über 20 Standorte im In- und Ausland. Bramsche ist einer davon. „Wir haben hier am Ort in den Jahren 2013 und 2014 etwa 750000 Euro in Modernisierungen investiert“, betont Lauer, „und über drei bis fünf Jahre stecken wir in unseren Maschinenpark sogar noch zwei Millionen Euro.“

Für die Bewerber um einen Ausbildungsplatz als Maschinen- und Anlagenführer sowie als Fachkräfte für Lager und Logistik setzt der Betriebsleiter „mindestens einen Hauptschul-Abschluss“ voraus: „Für die Industriekaufleute das Fach-Abitur.“ In den gewerblichen Jobs gehört übrigens auch bei den Auszubildenden in Hesepe, die bereits 18 Jahre alt sind, „die Bereitschaft zur Mitarbeit im Schichtdienst“ dazu. Ferner für alle Lehrlinge der Besuch der Berufsschule.

Lauer stellt heraus, dass sich Semcoglas auch in diesem Oktober am Bramscher BOP – dem Berufsorientierungsparcours in der Hauptschule – beteiligen wolle. Bei der Auswahl der Auszubildenden interessieren den Betriebsleiter nämlich nicht nur Zeugnisse, sondern auch die persönlichen Eindrücke aus ersten Kontakt- und Vorstellungsgesprächen. Da sei „die Teilnahme am BOP für unseren Betrieb hilfreich.“

Jungen Leuten, die an einer Lehre beim Glasverarbeiter interessiert seien, gibt er folgende Jobbeschreibungen mit auf den Weg. Maschinen- und Anlagenführer: „Technisches Verständnis, ein hohes Maß an Vielseitigkeit. Es wird teilweise mit einigen Tonnen an Glas gearbeitet.“ Lager- und Logistikfachkraft: „Weniger körperlich. EDV-Affinität ist gefragt. Vorausschauendes Talent. Freude an organisatorischer Planung.“ Sowie Industriekaufleute: „Da spielt der Kopf eine große Rolle. Und die Gewissenhaftigkeit.“

Lauer unterstreicht ferner: „Unsere Ausbildungsangebote sind auch auf unserer Internetseite zu finden.“


BN stellt Bramscher Ausbildungsbetriebe vor:

Beginnend mit dem Unternehmen Semcoglas aus Hesepe, stellt unsere Redaktion in den kommenden Monaten eine ganze Reihe von Bramscher Ausbildungsbetrieben vor. „Hier kann ich lernen“, hat unsere Redaktion die neue Serie getauft.

Wir wollen damit junge Menschen – und auch deren Eltern – informieren, welche Ausbildungsmöglichkeiten ihnen in unserer Stadt offenstehen. Wir stellen dabei die einzelnen Unternehmen vor – in Text und Bild. Wir gewähren den künftigen „Azubis“ so erste, hilfreiche Einblicke.

Weitere Bramscher Betriebe, die sich an unserer Serie beteiligen wollen, können sich per Mail an uns wenden: m.alwes@noz.de

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