Töpfern lernen von A bis Z Bramscher Ferienspaßkinder bauen einen Brennofen

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Bramsche. Eine ganz besondere Ferienspaßaktion fand auf dem Hof Meyer zu Strohe statt: Drei Tage lang befassten sich die Kinder mit dem Töpfern und bauten sogar selber einen Brennofen.

Regine Meyer Zu Strohe brachte ihnen das Töpfern näher. Der Montag begann natürlich mit dem Töpfern. Die Kinder durften dabei frei entscheiden, ob sie zuerst ein Tier oder einen anderen Gegenstand ihrer Wahl aus dem feuchten Spezialton formen wollten. Beim Arbeiten mit Ton gibt es viel zu beachten: So lernten die Kleinen, dass der Ton beispielsweise in einer bestimmten Dicke geformt werden muss, weil er sonst nach dem Brennen schnell zu Bruch gehen kann. „Es ist auch wichtig, zu dicke Gegenstände, wie beispielsweise Kugeln, auszuhöhlen“, erklärte Regine den Kindern. Dies sei deshalb von Vorteil, weil der Ton beim Brennen von außen zuerst hart wird. Wenn danach im Inneren sich zu viel Ton durch die Hitze ausdehnt, könne es passieren, dass die Kunstwerke platzen.

Damit die Kunstwerke auch ganz sicher völlig unversehrt von den Flammen blieben, übernahm Regine Meyer zu Strohe die Arbeit des Aushöhlens. Weil genug Zeit und Ton für diesen Tag eingeplant war, reichte es am Ende für mindestens zwei Tonfiguren pro Kind.

Am Tag danach gab es das große Brandfest. Hier durften Freunde und Familie eingeladen werden. Doch bevor gefeiert werden konnte, mussten natürlich die Tonkunstwerke, die über Nacht getrocknet waren, in dem Ofen gebrannt werden. Doch diesen mussten die Kleinen sich erst einmal selber bauen. So schaufelten die Kinder ein ungefähr zwei Quadratmeter großes und 40cm tiefes Loch, in das wurden dann kleine Holzstücke gestapelt und darauf vorsichtig die in Zeitungen gewickelten Tonskulpturen gelegt. Das alles wurde noch mit einer Schicht Stroh bedeckt und angezündet.

Damit die Hitzeentwicklung gefördert und der Ofen vor dem mäßigen und wechselhaften Wetter unberührt bleibt, wurde das Ganze mit einer Metallplatte abgedeckt. Zum Schluss errichteten die Kinder noch ein Lagerfeuer. Dabei stand essen, trinken, reden oder spielen bei einem gemütlichen Beisammensein auf dem Programm.

Am dritten und letzten Tag durften die Kinder ihre Kunstwerke schließlich aus dem zuvor errichteten Ofen bergen und säubern. Das große Loch, das für den Ofen gegraben wurde, musste dabei natürlich auch wieder zugeschüttet werden. Aber weil alle mit anpackten, ging das schnell. In diesen drei Tagen waren viele sehenswerte Figuren entstanden.


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