Sommerkultur-Abschusskonzert Bramscher finden Spaß am Reggae im Regen

Von Holger Schulze


Bramsche. Man musste nicht vorher in einer Hanfplantage ernten gewesen sein, um am Samstagabend in der Fantasie mit dem musikalischen Surfbrett an weißen Karibikstränden entlang auf sanft wogenden Wellen und unter ewigem Sonnenschein dahin zu gleiten.Dieses Rundumsorglosgefühl konnte allein durch das Zuhören beim Abschlusskonzert des Sommerkulturprogramms mit der Band Riddim of Zion entstehen.

Aus Jamaica, Barbados und Deutschland kommen die acht Musikerinnen und Musiker, für die nochmals die große Bühne auf dem Kirchplatz aufgebaut worden war.Raggae pur hieß es also beim diesjährigen Abschied von den umsonst und draußen Konzerten und „Tribute to Bob Marley“ der Setinhalt, den Riddim of Zion nach Bramsche mitgebracht hatte.

Ausschließlich Titel vom King of Reggae waren es, mit denen Riddim of Zion die Fans dieser Stilrichtung beglückte.Und dies trotz einer Witterung, die zwar den sintflutartigen Regen bereits beim Soundcheck über Bramsche ausgeschüttet hatte, aber dennoch recht lange Zeit nicht besonders freundlich war.

Aber das Bramscher Publikum ließ sich seinen Spaß am Reggae im Regen von diesem nicht verderben.„Die Zuhörer sind wasserfest und stehen mit einem Lächeln hier und erwarten froh die Tophits von Bob Marley, die jeder mitsingen kann“, war denn auch der Eindruck, den Gaby Fuchs, die Managerin der Band, als ihre Wahrnehmung von der Samstagabendstimmung wiedergab.

Diese war gekennzeichnet durch friedfertige Botschaften von Liebe, Freiheit und Gleichheit, die von der Bühne herab kamen. Dazu ein paar exaltiertere Tänzerinnen und vereinzelt auch mal ein Tänzer vor dem Bühnenrand. Ferner in der zweiten Reihe und an den Tischen dahinter, das typische Sommerkultprogrammpublikum: freundlich zuhörend, verhalten mitgehend und sich angeregt miteinander unterhaltend.

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„Die machen das Wetter in jedem Fall erträglich“, meinte Maren Frenzel mit Blick auf die Band und fügte hinzu: „Die Musik hört sich gut an. Guter Sound! Obwohl ich mehr der Rocker bin, gefällt es mir trotzdem ganz gut“.

Ein paar Meter weiter saß mit Brigitte Meyer eine Vertreterin der Ü50 Generation. „Reggae im Regen ist dennoch gut. Ich höre die Band auch zuhause“, tat sie ihren Genuss am Abschlusskonzert kund. „Das Sommerkulturprogramm insgesamt hat mir in diesem Jahr auch wieder gut gefallen. Die Bands waren gut. Das Wetter meistens ebenfalls und unserer Stimmung entsprechend“, lautete der zusammenfassende Kommentar von Brigitte Meyer.

Als einen „vollen Erfolg“ gar empfand Horst Priemer die Veranstaltungsreihe. Obwohl nun Reggae nicht seine bevorzugten Stilrichtung ist, war die Bandauswahl im Übrigen „gut für meine Ohren“.

Programmspezifische Begeisterung hingegen äußerte Barbara Wölki aus Recklinghausen. Sie gehörte zu den aktiven Tänzerinnen vor der Bühne und war der Meinung, „der Abend ist super. Reggae ist in! In Bramsche ist die Stimmung Spitze und Reggae lässt mich sowieso einfach nur pausenlos tanzen“.