Am Dienstag geht’s los Neuer Kindergarten in Engter nimmt Betrieb auf



Engter. Vor gut einem Jahr büffelten hier noch Jugendliche für ihren Hauptschulabschluss. Ab kommendem Dienstag sind die Nutzer der Räume klein und viel jünger. Dann nimmt der neue Kindergarten in der ehemaligen Hauptschule den Betrieb auf.

Der „Kindergarten an der Schule – Engter“ hat eine bewegte Vorgeschichte. In der Politik wurde heftig über die Schule debattiert, Eltern gingen auf die Straße, doch schließlich fielen die Würfel – doch zugunsten eines neuen Kindergartens. Der Andrang auf die Hauptschule war „überschaubar“, die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für die Kleinsten riesengroß. Die evangelische Kirchengemeinde St. Johannis erhielt schließlich den Zuschlag vor der Awo, die sich ebenfalls um die Trägerschaft beworben hatte. Zunächst war angedacht, die „großen“ Kindergartenkinder hier in unmittelbarer Nähe der Grundschule aufzunehmen, doch schon bald sahen sich Träger und Stadt genötigt, die Pläne über den Haufen zu werfen. So viele Eltern suchten einen Platz für unter Dreijährige, dass man sich spontan, aber für den Baufortschritt gerade noch rechtzeitig, entschloss, neben einer Regelgruppe noch eine Krippengruppe einzurichten , die achte in Bramsche.

Der Unterschied zwischen beiden Bereichen ist unübersehbar. Klein sind die Stühle im Regelbereich, winzig in der Krippe, dazu noch mit einer Halterung versehen, damit die kleinen „Pampersrocker“ nicht unter den Esstisch rutschen. Eine bunte Plüschkrake bewacht die Bettchen, in der die Krippenkinder ein Nickerchen machen können. Einen „ruhigen Raum“ gibt es auch für die „Großen“, aber hier lädt eine Kuschellandschaft zum Geschichtenerzählen oder Bücherlesen ein. Unterschiede auch in den Kreativräumen, die den beiden Gruppenräumen angegliedert sind. Auf die älteren Kinder warten Stifte, Farben und verschiedenste Bastelmaterialien, während bei den Kleinsten „noch das Matschen und Planschen im Vordergrund steht“, wie Kita-Leiterin Karin Richter meint. Der große Bewegungsraum wird von beiden Gruppen vorerst abwechselnd genutzt. Und dann gibt es noch den langen breiten Flur, der ebenfalls zum Spielen einlädt.

„Was den Platz angeht, konnten wir hier wirklich aus dem Vollen schöpfen“, freut sich Fachbereichsleiter Wolfgang Furche von der Stadt Bramsche. 490 Quadratmeter stehen zur Verfügung. Die Kosten belaufen sich auf 490000 Euro, abzüglich 115000 Euro Fördermittel, die wegen der Einrichtung der Krippe flossen, also unter dem Strich 375000 Euro. Furche nennt Vergleichszahlen: Vor rund zehn Jahren kostete der Neubau des etwa gleich großen, ebenfalls zweigruppigen Kindergartens in Ueffeln bereits rund 820000 Euro.

Die Regelgruppe ist mit 25 Kindern ausgebucht. Für die Krippe liegen bereits zwölf Anmeldungen vor. 15 Plätze wären zu vergeben.


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