BN-Breitensportserie Sonne streichelt Frühschwimmern in Ueffeln die Seele



Ueffeln. Vielleicht werden drei Personen kommen. Bei gutem Wetter fünf, hatte am Tag zuvor Michael Fischer orakelt. Doch der stellvertretende Leiter des Bäderteams der Stadtwerke sollte sich irren. Mit mir waren es schließlich zwölf Personen, die den Weg ins Freibad nach Ueffeln gefunden haben. Es ist morgens, 7.30 Uhr.

Fischer und sein Kollege Max Schallenberg haben gerade das Eingangstor des Bades geöffnet. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Erwachsene zahlen zwei Euro Eintritt. Ermäßigte Karten (u.a. für Kinder, Jugendliche, Studenten) gibt es für nur einen Euro. „Das ist wirklich nicht viel“, denke ich mir und blicke auf eine gepflegte und idyllisch gelegene Anlage.

„Es gibt keine Zeitbegrenzung“, sagt mir Michael Fischer, „wer will, kann für diesen Preis den ganzen Tag bleiben.“ Ich staune. Hier treffen sich also von Frühjahr bis Spätsommer immer donnerstags die Frühschwimmer aus Bramsche und der näheren Umgebung. Für unsere Redaktion ein guter Grund, endlich einmal mit der Breitensportserie „Fit in unserer Stadt“ (Folge 15) vorbeizuschauen – und aktiv mitzumachen. Ich habe meine nagelneue grasgrüne Badehose dabei.

Startschuss um 7.30 Uhr

„Hier hat man um diese Uhrzeit unheimlich viel Platz zum Schwimmen. Das ist sehr angenehm“, sagt eine der Damen im Wasser zu mir. Überwiegend Frauen sind heute da und nutzen die Gelegenheit, sich zu bewegen und sportlich aktiv zu sein. Eines Übungsleiters, der Anweisungen gibt, bedarf es hier natürlich nicht. Jeder Schwimmer wählt sein ganz eigenes Tempo. Während beispielsweise Andreas Bettenbrock vom Freundeskreis des Freibades (einer sehr aktiven Unterstützergruppe) mit seinem Kraulstil durchaus etwas flotter unterwegs ist, schlagen andere Teilnehmer eine eher moderate Gangart an. Das alles bei 26,5 Grad Celsius Wassertemperatur. Da macht das Schwimmen nicht nur mir Spaß.

Über den Bäumen hat sich inzwischen auch die Sonne gegen die anfänglich vorhandenen Wolken durchgesetzt und scheint auf das Wasser. Auch das streichelt die Seele aller Beteiligten spürbar. Mit Renate Vox und Annegret Voß bin ich inzwischen ins Gespräch gekommen. Beide kommen aus dem benachbarten Merzen und haben es bis Ueffeln nicht weit. Fünf Kilometer sind es etwa. Auch sie genießen die Möglichkeit, sich in der Frühe im Wasser bewegen zu können. Wie die anderen Schwimmer auch bleiben sie irgendwo zwischen 30 und 45 Minuten im Becken. Alle sind fast ständig in Bewegung.

DLRG-Hüne passt auf

Am Beckenrand haben die beiden Schwimmmeister Fischer und Schallenberg inzwischen Unterstützung bekommen. Christof Schwarz ist eingetroffen. Ein Hüne aus den Reihen der DLRG. Auch er wacht darüber, dass bei den Frühschwimmern im Becken alles seinen geregelten Gang geht. „Wir sind froh, dass wir die Unterstützung der DLRG hier haben“, betont Michael Fischer.

Ich selbst bin da gerade aus dem Wasser gestiegen. Und ich bin froh darüber, ein bemerkenswertes Bewegungsangebot am Morgen genutzt zu haben.


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