Begeisterung für Projekt 100. Praktikant arbeitet auf dem CSA-Hof Pente

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Die bunten Bentheimer Schweine haben es Ananda Erben besonders angetan. Er ist der 100. Praktikant auf dem CSA-Hof Pente.Die bunten Bentheimer Schweine haben es Ananda Erben besonders angetan. Er ist der 100. Praktikant auf dem CSA-Hof Pente.

Pente. „Spannend und bereichernd“ findet Ananda Erben seine Arbeit auf dem CSA-Hof in Pente. Dort ist der Student aus dem Allgäu einer von vielen Schnuperarbeitern in der jungen Geschichte des Hofes und doch etwas Besonderes: Erben ist der 100 Praktikant seit Gründung des Hofes vor nicht einmal vier Jahren.

Regelmäßig würden Waldorfschüler als Praktikanten für jeweils einen Monat aufgenommen, dazu kämen immer wieder Studenten und auch Reisende aus USA, Kanada oder Australien, die sich ihren Aufenthalt durch Arbeit verdienen, sagt Tobias Hartkemeyer. Viele Bewerber hätten auch einen pädagogischen Hintergrund, betont der Initiator des CSA-Projektes . Die Abkürzung steht für Community Supported Agriculture, also gemeinschaftlich unterstützte Landwirtschaft. Inzwischen gebe es so viele Praktikumsanfragen, dass er gar nicht mehr alle zeitnah beantworten könne, meint Hartkemeyer.

Das kann Ananda Erben nur bestätigen. „Es hilft, hartnäckig zu sein“, beschreibt der 28-jährige seinen Weg zum Praktikum über mehrere Anfragen und Anrufe auf dem Penter Hof. Erben hatte Hartkemeyer und sein Hofprojekt bei einem Vortrag in Kassel-Hitzenhausen kennengelernt, wo er ökologische Agrarwissenschaften studiert. „Da dachte ich, das klingt gut“, erzählt der Praktikant, der nach zwei Monaten in Pente alle Erwartungen bestätigt sieht. Konsequent ökologisch ausgerichteter Ackerbau und Viehzucht mit dem Ziel, die Vielfalt zu erhalten und den Hof „als Erlebnisort für alle möglichen Leute zu öffnen“, entspricht genau seinen Idealen. „Das kann ich mir auf alle Fälle vorstellen, so etwas später zu machen“, betont Erben. „Mit Projekten wie diesen kann man die Idee der Nachhaltigkeit in Kreise tragen, die da sonst nicht viel mit zu tun hat“, verspricht Erben sich von diesem Ansatz auch die erforderliche höhere Wertschätzung der Gesellschaft für echte Landwirtschaft.

„Für uns ist wichtig, dass die Idee weiter verbreitet wird“, ergänzt Tobias Hartkemeyer, der selbst mit seinem Jubiläumspraktikanten zufrieden ist. Dazu gehört auch, dass der sich für die dreieinhalb Monate seines Aufenthalts in die Gemeinschaft einbringt. Da hat der Allgäuer einen großen Vorteil: Als ausgezeichneter Gitarrist passt er gut zu den musikalischen Vorlieben, die auf dem CSA-Hof gepflegt werden .

Ananda Erben, der sich zuvor im Studium der Umweltwissenschaften für den Schwerpunkt Bioökonomie und nachhaltige Bodennutzung interessiert hat, hat zudem tierische Freunde gefunden: „Ich kümmere mich gerne um die bunten Bentheimer Schweine , zu Nutztieren hatte ich vorher nicht so einen Bezug“.


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