Projekttag für alle Klassen Achmeraner Schüler lernen ihren Bühner Bach kennen

Zur Analyse des Bühner-Bach-Wassers nahmen die Kinder zahlreiche Proben. Foto: Rolf HammerschmidtZur Analyse des Bühner-Bach-Wassers nahmen die Kinder zahlreiche Proben. Foto: Rolf Hammerschmidt

rh Achmer. Mit „ihrem“ Gewässer haben sich die Jungen und Mädchen der Bühner-Bach-Schule Achmer an einem Projekttag beschäftigt. Rolf Overbeck, Gewässerwart der Niedersächsisch-Westfälischen Anglervereinigung (NWA) Osnabrück und der Bramscher Naturkundler Rolf Hammerschmidt standen den jungen Forschern vor Ort zur Seite.

Schulleiterin Renate Settelmeier hatte erneut vom Unterhaltungsverband 97 Mittlere Hase Unterstützung erbeten und von dort war Thomas Möller zur Mitwirkung freigestellt. Ihm oblag es, zusammen mit den Drittklässlern die 2013 vorbereitete Staustufe, die über Winter bei höherem Wasserstand doch etwas gelitten hatte, zu verbessern.

Die anrückenden Gruppen waren bepackt mit allerlei Utensilien wie Kescher, Siebe, Schälchen, Lupen, Pinsel und Bestimmungstafeln. Bodenmatten waren ausgelegt. Nach ein paar Begrüßungsworten der Schulleitung im Beisein von Ortsbürgermeister Heiner Pahlmann und Hans Macke (1. Vorsitzender der NWA) hieß es dann endlich „Leinen los“! Rolf Overbeck kam kaum dazu, noch rechtzeitig auf kleine Untiefen im Bach aufmerksam zu machen, da waren die ersten Stiefel bereits gefüllt. Nach dem ersten Ansturm liefen die Aufgaben allerdings geordneter ab. Gruppen waren eingeteilt, jeder kannte seine Aufgaben beim Keschern, Bestimmen und Protokollieren.

Unter den Steinen am Bachgrund hielt sich in Fließrichtung eine große Anzahl von Lebewesen versteckt. Absolute Nummer 1 war der Bachflohkrebs, aber auch viele Egel und Köcherfliegen-, Zuckmücken- und Eintagsfliegen-Larven kamen zur Zählung; Kaulquappen, Wasserasseln, Flussnapfschnecken standen eher in der zweiten Reihe. Durch den späteren Termin wurden keine Libellenlarven mehr entdeckt, sie waren bereits geschlüpft.

Die Viertklässler der 4 a hatten noch zu lösen, wie es an dem Tage mit der Wasserqualität aussah. Nacheinander nahmen vier Gruppen den Ablauf vor: Probe ziehen, tropfenweise verschiedene Chemikalien zusetzen, immer wieder schütteln, Verfärbungen mit den Teststreifen vergleichen und den Sauerstoff nach Aufklarung der Probe ablesen. Der ph-Wert war stabil.

Bei der Feststellung des Sauerstoffgehaltes zeigte sich allerdings, dass zwar das Fließwasser in der Bachmitte mit rund 7 Milligramm/Liter (mg/l) in Ordnung war, im Uferbereich aber der Sauerstoff in einer Probe bis auf 5,5 mg/l und in einer weiteren sogar auf 4,5 mg/l abfiel. Overbeck verdeutlichte den Kindern dazu, dass Werte unter 6 mg/l für Fische sehr bedenklich seien.

Der zum Schluss noch einsetzende Regen konnte nicht mehr viel bewirken, außer, dass die Protokolle zu schützen waren. Deren Inhalte wirken in den folgenden Unterrichtstagen noch nach, werden zu einem Summenblatt verdichtet und verbleiben im Archiv der Schule, um bei den folgenden Projekten als Vergleichsmaterial zur Verfügung zu stehen.

So gesehen gelang wieder ein sehr nachhaltiger Projekttag, aus dem heraus die Schulkinder ihren Bühnerbach künftig mit ganz anderen Augen sehen werden als bisher. Soviel Leben im Wasser hatten sie nicht erwartet .


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