Noch Teilnehmer gesucht Wieder Papierbootregatta auf dem Bramscher Hasesee

Von Hildegard Wekenborg-Placke

Im „Trockendock“ liegt zurzeit noch das Schiff, dass Kinder und Betreuer während der Ferienbetreuung gebaut haben, hier mit Stefanie Uhlenkamp und Jonathan Scharrenberg(Stadtjugendpflege und Carsten Korswird (Stadtjugendring, Mitte). Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeIm „Trockendock“ liegt zurzeit noch das Schiff, dass Kinder und Betreuer während der Ferienbetreuung gebaut haben, hier mit Stefanie Uhlenkamp und Jonathan Scharrenberg(Stadtjugendpflege und Carsten Korswird (Stadtjugendring, Mitte). Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Freizeitkapitäne und Hobby-Schiffbauer aufgepasst - am 26. Juli veranstaltet der Stadtjugendring in Zusammenarbeit mit Stadtjugendpflege und Stadtmarketing von 14 bis 18 Uhr wieder die traditionelle Papierbootregatta am Hasesee. Einige Bewerber haben sich schon ans Basteln gemacht, aber es werden noch weitere Teams gesucht.

Die Bedingungen sind eigentlich ganz einfach. Jedes Team muss eine 60 Meter lange Strecke allein mit Muskelkraft zurücklegen. Das erwies sich in Anbetracht des Materials in den vergangenen Jahren als nicht immer ganz so einfach. „Man übt und probiert“ , meint dazu Carsten Korswird vom Stadtjugendring. Papier neigt immerhin dazu, sich im Wasser vollzusaugen, Leichtgewichte sind die Konstruktionen meist ohnehin nicht.

Die Boote dürfen nur aus Werkstoffen bestehen, die dem Wasser nicht schaden, das heißt in erster Linie aus Papier und Pappe. Wichtig ist zudem, dass nur lösungsmittelfreie, ungiftige Farben und Klebstoffe (Abtönfarbe und Dispersionsfarbe) verwendet werden. Nur in Ausnahmefällen sind andere Werkstoffe wie Draht, Klebefolie und Packband erlaubt. Dieser Ausnahmefall kann allerdings schnell eintreten, wenn man, wie Jonathan Scharrenberg von der Stadtjugendpflege empfiehlt, schwere Teppich-Innenrollen als Basis für eine Art Floß verwendet, auf dem dann die kreativen Aufbauten angebracht werden.

Bei der Ausgestaltung sind Tüfteltalent und Einfallsreichtum gefragt. In den Vorjahren entstanden schwimmende Schweinchen oder Hundehütten, ein Wikingerschiff oder ein prachtvoller Schwan. Eine Jury begutachtet vor dem Start alle Boote auf Umweltverträglichkeit, auf technische Raffinesse und kreative Gestaltung. Kleine Ermutigung für alle, die in den letzten Jahren eher das Nachsehen hatten: die Seriensieger der vergangenen Jahre, die Familie Seeba und ihre Nachbarn, treten 2014 nicht mehr an.

Die 60 Meter vor dem Beachvolleyball-Platz am Nordende des Sees dürfen mit Hilfe von Paddel oder Ruder zurückgelegt werden, auch ein Schwimmer als „Außenbordmotor“ ist erlaubt, jeglicher mechanischer Antrieb allerdings verboten. Für alle Teilnehmer unter 18 Jahren sind Schwimmwesten Pflicht, die Organisatoren empfehlen dies allerdings au ch allen anderen. Gegen Kälte helfen Neoprenanzüge und warme Getränke.

Auf den Sieger wartet ein Geldpreis von 300 Euro, 200 Euro gibt es für den zweiten, 100 für den dritten Platz.