Nach Vorbild von Todmorden Bramsche soll zur „essbaren Stadt“ werden

Meine Nachrichten

Um das Thema Bramsche Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Das Projekt „Incredible edible“ stellte Helena Cook (Fünfte von rechts) vor. Sie initiierte das Vorhaben in Todmorden. Susanne Enge (Dritte von rechts) will auch Bramsche zur „essbaren Stadt“ machen. Foto: PrivatDas Projekt „Incredible edible“ stellte Helena Cook (Fünfte von rechts) vor. Sie initiierte das Vorhaben in Todmorden. Susanne Enge (Dritte von rechts) will auch Bramsche zur „essbaren Stadt“ machen. Foto: Privat

bjd/pm Bramsche. Ist es in Bramsche bald möglich, öffentliche Beete und Grundstücke mit Obst und Gemüse zu bepflanzen? Die Initiatorinnen Silke Lewandowsky und Susanne Enge sind optimistisch, das Vorhaben nach dem Vorbild aus der Bramscher Partnerstadt Todmorden umsetzen zu können.

Im Rahmen des kürzlich beendeten Besuches einer Gruppe aus Todmorden hatten einige Interessierte die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand zu bekommen. Helena Cook, eine Frau der ersten Stunde bei „Incredible edible-Todmorden“, erzählte von den Erfolgen, aber auch Anfangsschwierigkeiten ihres Vereins: Während die einen Feuer und Flamme für die Idee waren, stießen sie bei nicht wenigen Mitbürgern auf große Skepsis. Wer soll sich um die Beete kümmern? Werden die Anpflanzungen mit dem nötigen Respekt behandelt von Mensch und Tier? Was ist mit der Abgasbelastung, wenn die Beete direkt an der Straße liegen? Diese und andere Fragen brachten die Initiatoren aber nicht davon ab, ihre Ideen umzusetzen.

Und der Erfolg gab und gibt ihnen Recht: Viele Schulen, Einrichtungen, Behörden, sogar die örtliche Polizei, haben die Patenschaft für Beete übernommen und kümmern sich rührend darum. Selbst einen Bauernhof und eine Fischzucht gibt es mittlerweile, wo immer wieder Neues erprobt wird. Die Idee hat in ganz England, in anderen Ländern Europas und in verschiedenen deutschen Städten Nachahmer gefunden.

Auch ein Buch über die Entwicklung des Projekts erscheint in Kürze – ein Exemplar hatte Cook bereits dabei und präsentierte es stolz. Am Ende des informativen Gesprächs waren sich alle einig: Es wäre toll, so etwas auch in Bramsche zu etablieren Nun gilt es, die Stadt und ihre Mitbürger mit ins Boot zu holen. Ein Anfang ist gemacht: Der designierte Bürgermeister Heiner Pahlmann und der Fachbereich Stadtentwicklung haben ihre Unterstützung bereits angekündigt. Bauamtsleiter Hartmut Greife will in der kommenden Fachausschusssitzung das Projekt zur Sprache bringen. Bei einem Besuch mit den englischen Gästen in Engter zeigte sich auch die Baumschule Igel dem Projekt offen gegenüber, so dass die berechtigte Hoffnung besteht, dass auch in Bramsche bald viel „unglaublich Essbares“ in den Beeten zu finden ist.

Die Bramscher Initiatorinnen Silke Lewandowsky und Susanne Enge hatten ihr Vorhaben im März in einem BN-Interview vorgestellt. „Wenn man mit dem Fahrrad durch Bramsche fährt, findet man viele Ecken, wo man sich das vorstellen könnte“, hatte Enge gesagt. Konkret im Blick hatte sie mit Lewandowsky eine Grünfläche an der Kreuzung Otterbreite/Hemker Straße.

Wer mitmachen will, kann sich bei Susanne Enge, Tel. 05461/1596, E-Mail fam.enge@gmx.de , melden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN