Neu-Bürgermeister im Interview Pahlmann: Nach den Ferien Entscheidung in Achmer

Heiner Pahlmann wurde vor 14 Tagen mit 63 Prozent der Bürgerstimmen gewählt. Foto: Björn DieckmannHeiner Pahlmann wurde vor 14 Tagen mit 63 Prozent der Bürgerstimmen gewählt. Foto: Björn Dieckmann

Bramsche. Die Bürgermeisterabstimmung in der Tuchmacherstadt liegt nicht ganz 14 Tage zurück. Der Sozialdemokrat Heiner Pahlmann (57) wurde mit großer Mehrheit von den Bürgern – fast 63 Prozent der Stimmen – in das Amt an der Verwaltungsspitze gewählt.

Ab Herbst wird der Bundespolizist es im Rathaus übernehmen. Über die Zeit – und anstehende politische Entscheidungen – bis dahin spricht er in einem Interview mit unserer Redaktion.

Herr Pahlmann, wie waren die ersten Tage nach der Wahl – so ganz ohne Dauer-Wahlkampf?

Ich habe versucht, etwas zu entspannen. Das ist mir aber erst nach einigen Tagen gelungen. So ab der zweiten Woche. Die Wahlkampfmonate waren doch eine sehr intensive, anstrengende Zeit. Unmittelbar nach dem Wahlsonntag kamen dann in den ersten Tagen unheimlich viele Glückwünsche und entsprechende Gespräche hinzu. Da war an Abschalten zunächst nicht zu denken.

Ist die Übergabe der Amtsgeschäfte durch Frau Höltermann im Rathaus an Sie schon geplant? Und wie wird sie verlaufen?

Wir haben abgesprochen, dass ich in der nächsten Zeit häufiger im Rathaus sein werde. Bis jetzt war es sogar täglich. Mal kürzer, mal länger. Mal sehen, wie lange das so bleibt. Bis November werden wohl auch die Zeitintervalle, in denen ich mich dann jeweils im Rathaus aufhalte, immer länger werden. Ich werde und will mich immer mehr einarbeiten.

Sie sind bislang Ortsbürgermeister in Achmer gewesen. Dieses Amt werden Sie in nächster Zeit abgeben müssen. Ist die Nachfolge schon geklärt? Und wenn ja, zu wann?

Nein, noch steht der exakte Termin nicht fest. Und auch nicht die Person, die es dann machen wird. Wir werden – zumindest SPD-intern – in den kommenden Wochen in Ruhe darüber sprechen. Die Ortsratssitzung am 18. Juni werde ich auf jeden Fall noch leiten. Ich sage mal vorsichtig, unsere Ortsratsfraktion wird in Sachen Ortsbürgermeister nach den Sommerferien eine Entscheidung getroffen haben.

Eine weitere Personalentscheidung wird der SPD-Fraktionsvorsitz im großen Bramscher Stadtrat sein. Auch dieses Amt bekleiden Sie noch, müssen es aber demnächst ebenfalls abgeben. Wie sieht hier Ihr Fahrplan aus?

Auch hier gilt: Wir werden einen Wechsel nach den Sommerferien vollziehen. Also etwa im September. Der Fraktionsvorsitz ist generell ein sehr, sehr zeitintensives Amt. Da muss man jeden Tag die eine oder andere Stunde dafür einplanen. Ich möchte mich aber in die neue Bürgermeisteraufgabe vernünftig einarbeiten. Das können die Bürger von mir erwarten. Und das erwarte ich auch von mir selbst. Deswegen möchte ich den SPD-Fraktionsvorsitz im Stadtrat schon im September in andere Hände legen.

Sie werden der Verwaltungschef im Rathaus sein. Die politische Ratsmehrheit führen aber vor allem CDU und Grüne an. Gab es nach dem Wahlsonntag schon Annäherungen zwischen Ihnen und dem politischen Gegner?

Nein, noch nicht. Wir alle mussten wohl erst einmal ganz tief durchatmen. Ich bin kooperations- und gesprächsbereit. Und ich möchte mit allen Ratsmitgliedern gut zusammenarbeiten. Die Gespräche mit dem Mehrheitsbündnis werde ich suchen.


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