„Fit in unserer Stadt“, Teil 9 Bei Nadine übt Pente den Hüftschwung



Pente. Dieses Lied kenne ich. Es stammt aus meiner „Jugend“. Aus der Musikanlage der Sporthalle in Pente dröhnt „Un, Dos, Tres Maria“ von Ricky Martin. Latino-Pop. Damals ein Chart-Stürmer. Unterdessen gehen die Arme der 18 Frauen neben mir synchron und im Takt nach hinten und vorne. Dazu kommen allerlei Schrittfolgen. Mal nach links, mal nach rechts. Pente tanzt Zumba. Und wir sind mit einer neuen Folge (9) unserer Serie „Fit in unserer Stadt“ dabei.

„Noch mal nach vorne“, ordnet Nadine an und lacht. Lange, rotblonde Haare, zu einem Zopf geflochten, gelbes Shirt, braune Sporthose. „Schön“, ruft sie. Die Kursleiterin strahlt Lebensfreude aus. Passend zur Musik, charakteristisch für Zumba.

Der Erfinder dieser Trendsportart, der Kolumbianer Alberto „Beto“ Perez, hätte an ihrer Art seine Freude. Bestimmt. Auf jeden Fall erfreut ist Edda Kresin. „Wir bieten diesen Kurs nun zum zweiten Mal hier an“, sagt die Organisatorin aus den Reihen des TV Pente. Auch sie tanzt mit.

„Hölle!“ – und dann?

Mir schießt fast zeitgleich ein „Hölle!“ durch den Kopf. Die Hacken der Füße fliegen an den Po. Den linken Fuß auftippen, dann ein Schritt nach rechts, dann … – wie war das noch? Immerhin: Nadine lächelt uns weiter an. „Super“ und „einer geht noch“, lässt sie uns wissen. Egal ob Anfänger oder Zumba-Routinier. Egal ob in Turnschuhen oder in Socken. Egal ob 14 oder 60 Jahre alt. Eine Stunde lang wird getanzt, insgesamt 14-mal zwischen Ostern und den Sommerferien (Ende Juli). „Neue Gesichter sind willkommen“, sagt mir Edda.

„Der in dem grünen Poloshirt ist aber etwas steif in den Hüften“, ruft eine Kursteilnehmerin in den Raum und schmunzelt hörbar. Ich schaue mich vorsichtig um. Grünes Poloshirt? Ja, sie hat mich gemeint. Und sie hat das Zauberwort beim Zumba erwähnt – die Hüfte. Wer sie in Wallung bekommt, der hat es bei den häufig wechselnden Schrittfolgen eindeutig leichter.

Im Laufe der Übungsstunde merke ich, dass der richtige Hüftschwung durchaus erlernbar ist. Man(n) muss sich nur trauen. Ich versuche mich also tapfer weiter. Ein Lied, in dem permanent der Ländername „Cuuuba“ besungen und mit viel Bass unterlegt wird, gibt uns den Takt und Rhythmus vor.

Kursleiterin Nadine hat es übrigens von der Nordsee, wo sie in einem Wellness-Hotel gearbeitet hat, nach Bramsche verschlagen. In Hamburg hat sie eine spezielle Ausbildung zur Zumba-Tanzlehrerin absolviert. Im besagten Nordsee-Hotel hat sie bereits Kurse gegeben. Nun also beim TVP. „Ich tanze ganz allgemein sehr, sehr gerne. Seitdem ich sieben Jahre alt bin“, erzählt sie. Mit Blick auf ihre Tätigkeit als Zumba-Coach verrät sie: „Wenn man es nicht gerne macht, kommt es auch nicht rüber.“

Fröhliche Art steckt an

Die Kursteilnehmer aus Pente und mich hat Nadine mir ihrer fröhlich-erfrischenden Art jedenfalls angesteckt. Wieder habe ich ein tolles Breitensport- und Bewegungsangebot in unserer Stadt kennengelernt. Und auch beim nächsten Mal (Folge 10 von „Fit in unserer Stadt“) wird das Tänzerische eine große Rolle spielen. Wir machen mit beim „Hip-Hop für Erwachsene“.


Zumba – unsere Expertin sagt:

Elemente von Salsa, Merengue, Samba, Hip-Hop und Reggaeton finden sich hier wieder. Die Trendsportart Zumba ist ein sogenanntes Fitness-Workout, das sich größtenteils aus lateinamerikanischer Musik und Tanzbewegungen zusammensetzt. Es macht ganz viel Spaß und ist sehr effektiv.

Zumba fördert durch schnelle und langsame Bewegungen – auch mit aeroben Elementen versehen – den Muskelaufbau im Gesäßbereich, an den Beinen, an den Armen, in der Körpermitte und am Bauch.

Es stärkt das Herz-Kreislauf-System, und es verbessert Kondition und Koordination.

Zumba leistet einen wertvollen Beitrag zur Körperfettreduzierung. Kalorien werden reichlich verbrannt. Zumba verbessert zudem – richtig ausgeführt – auf Dauer die Körperhaltung und die Gelenkigkeit.

Die Tanzbewegungen kann auch jeder Anfänger relativ leicht erlernen. Es handelt sich um vergleichsweise einfache Schritte und Schrittfolgen. Man darf gerne, muss dafür aber kein begnadeter Tänzer sein.

Zumba ist ein Sport für Frauen und für Männer.

Unsere Expertin Iris Greff ist ausgebildete Fitnesstrainerin und gibt im Osnabrücker „aktivital“ Sportkurse.

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