Reaktionen auf BN-Veranstaltung Bramscher sehr angetan von Kandidaten-Diskussion

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Blick aus den ersten Publikumsreihen auf das Podium mit (v. l.) BN-Lokalchef Heiner Beinke, Heiner Pahlmann, Henning Stricker und Andreas Quebbemann. Foto: Marcus AlwesBlick aus den ersten Publikumsreihen auf das Podium mit (v. l.) BN-Lokalchef Heiner Beinke, Heiner Pahlmann, Henning Stricker und Andreas Quebbemann. Foto: Marcus Alwes

maa/knap Bramsche. Er dürfte einer der jüngsten Zuhörer an diesem Abend im großen Saal des Universum-Kinos gewesen sein. Doch Julius Kamp aus Achmer fasste in seinem Fazit die Podiumsdiskussion der drei Bürgermeisterkandidaten treffend zusammen. „Die Kandidaten sind fair miteinander umgegangen“, stellte er fest, „die Diskussionsrunde war sehr informativ.“

Und Kamp fügte mit einem Lächeln hinzu: „Eigentlich mag ich keine langen Veranstaltungen – und sitze auch nicht gerne so lange. Heute, obwohl es ein langer Abend war, ist mir das viele Sitzen aber nicht schwergefallen.“

„Kein eindeutiger Sieger“

Dennoch habe der Abend seine persönliche „Wahlentscheidung nicht mehr beeinflusst“, betonte beispielsweise der Bramscher Thomas Brüggemann. Auch wenn die etwa 150-minütige Debatte „sehr aufschlussreich gewesen“ sei. Die Podiumsdiskussion habe „keinen eindeutigen Sieger“ gehabt, bilanzierte Brüggemann.

Mit einem ganz besonderen Augenmerk waren unterdessen die beiden Schülerinnen Vera Westerhaus aus Epe („Die Themen IGS und Jugend fand ich interessant“) und Eva Bohnenkamp aus Balkum ins Universum gekommen. „Die Schuldebatte betrifft uns ganz direkt. Und wir wollten hören, ob die drei Kandidaten heute in der Sache das Gleiche sagen wie bei unserer Diskussion mit ihnen am Greselius-Gymnasium. Oder ob sie sich gegenüber den Erwachsenen auf einmal anders äußern“, erklärte Bohnenkamp.

Den Stresstest der beiden Schülerinnen dürfte das Kandidaten-Trio Heiner Pahlmann , Henning Stricker und Andreas Quebbemann jedenfalls einigermaßen bestanden haben. „Angenehm“ sei die Art und Weise der Diskussion gewesen, lobte Westerhaus wohlwollend. „Die Diskussion war ausgeglichen. Und jeder Kandidat konnte seine Standpunkte darstellen“, befand Bohnenkamp.

Gab es für die beiden jungen Frauen unter dem Strich einen persönlichen Sieger bei der Kandidatenrunde? „Herr Pahlmann wirkte auf mich ein bisschen so, als ob ihm die Zukunft von Realschule und Hauptschule egal wären“, stellte Westerhaus fest. „Herr Pahlmann und Herr Quebbemann sind wohl die beiden Hauptkonkurrenten bei der Wahl. Herr Stricker hat aber bei beiden mehrfach sehr geschickt den Finger in die Wunden gelegt“, betonte unterdessen Bohnenkamp.

Die Sichtweise von Stephan Bramscher aus Kalkriese schien dagegen eine etwas andere zu sein. „Allgemein ist die Diskussionkultur in der Politik nicht so mein Ding. Einige Spitzen sind deshalb nicht ausgeblieben“, sagte Bramscher beim Rausgehen, „Heiner Pahlmann hat es für meinen Geschmack noch am souveränsten gemacht.“

Gisela Brockmeyer – eine Seniorin aus Bramsche – bilanzierte: „Jeder von den drei Kandidaten wollte im Vordergrund stehen, aber das ist bei so einer Veranstaltung wohl normal.“ Henning Stricker habe sich, so Brockmeyer, für ihren Geschmack jedoch zu sehr von den beiden anderen abheben wollen.

Lob für die Moderation

Wie dem auch sei, in einem waren sich alle – von unserer Redaktion zufällig ausgewählten – Befragten einig. Es war alles andere als ein langweiliger Abend. „Herr Beinke hat das super gemacht. Es ist alles angesprochen worden, was ich mir im Vorfeld erhofft hatte“, sagte Brockmeyer über die Moderation.

„Die Veranstaltung war gut vorbereitet“, fand auch Michaela Haberer aus Achmer, „und es war sehr gut, dass die Bürger auch direkt Fragen an die drei Kandidaten stellen konnten.“


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