Seine fünf wichtigsten Orte Wo Henning Stricker sich in Bramsche wohl fühlt

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Bramsche. Am 25. Mai wählt Bramsche einen neuen Bürgermeister. Wir haben die drei Kandidaten Heiner Pahlmann (SPD), Andreas Quebbemann (CDU) und Henning Stricker (unabhängig) gebeten, jeweils fünf Orte zu benennen, die ihnen in Bramsche wichtig sind – ob nun politisch oder auch ganz privat. Heute: Henning Stricker

Ich bin Mitglied in keinem Bramscher Verein, den ich an dieser Stelle jetzt vielleicht bevorzugt nennen müsste. Für mich ist Bramsche in seiner Gesamtheit ein wichtiger, weil lebenswerter Ort. In allen Bramscher Ortsteilen gibt es Menschen, die sich in den verschiedensten Vereinen ehrenamtlich zum Wohle aller Bürger engagieren. Beispielhaft sei hier nur die Jugendarbeit bei den drei Reitervereinen genannt. In Engter sind die „Bambini“-Gruppen ausgebucht, die Heseper Reitsportler organisieren eine tolle Show für die vorweihnachtliche Feier, an der viele Jugendliche mitwirken. Die Ueffelner Nachwuchsreiter sind schon seit vielen Jahren mit einer erfolgreichen Mannschaft in der Ponyliga Osnabrück aktiv.

Den Slogan „Einkaufsstadt Bramsche“ nehme ich sehr wörtlich. Bevor ich im Oberzentrum Osnabrück oder im Internet etwas einkaufe, versuche ich, die Produkte erst einmal in Bramsche zu bekommen. Auch wenn der Preis vielleicht etwas höher ist, das ist es mir wert. Ohne unsere lokale Wirtschaft und den Handel würde Bramsche wesentlich schlechter dastehen. Meine Lebensmittel kaufe ich am liebsten im Hofladen von Bioland-Landwirt Michael Kruse. Da bekomme ich Eier von glücklichen Hühnern, saisonales Gemüse aus der Region, vieles davon aus eigenem Anbau, und die Milchprodukte im Hofladen kommen größtenteils von einer Molkerei in Gronau. Als Verlust für Bramsche als Einzelhandelsstandort fand ich, dass die Brüder Saulich vor einigen Jahren ihr Fachgeschäft für Eisenwaren schlossen. Da habe ich gerne eingekauft.

Den Blick über Bramsche kann man am besten vom Ehrenmal aus genießen. Egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Wenn Freunde oder Familie von außerhalb zu Besuch sind, dann versuche ich nach Möglichkeit, einen Schlüssel für das Ehrenmal zu bekommen. Die Aussicht von dort oben auf die Stadt und viele seiner Ortsteile ist sehr schön. Ich weiß auch gar nicht, wie viele Silvesternächte ich dort oben verbracht habe, um für die BN ein gutes Foto zu schießen.

Als Pressesprecher der Feuerwehren kenne ich auch alle Feuerwehrhäuser der Stadt. Hier gibt es in Bramsche viele zweckmäßige Gebäude, aber leider auch eines, bei dem ich immer wieder den Kopf schütteln muss. Im Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Sögeln muss der Fahrer des Mehrzweckfahrzeuges immer durch die Schiebetür auf der Beifahrerseite des Bullis auf den Fahrersitz klettern. Der Rest der Mannschaft kann erst in das Löschfahrzeug und den Bulli einsteigen, wenn beide Fahrzeuge vor der Halle stehen. Da geht im Einsatzfall immer viel kostbare Zeit verloren. Hier müsste in naher Zukunft dringend etwas geändert werden.

Nicht zu vergessen ist auch das Bramscher Kino Universum. Es ist klasse, wie mit ehrenamtlichem Engagement ein Kino zum Leben erweckt wird. Das Filmprogramm ist abwechslungsreich für Jung und Alt. Ebenso bereichern auch die vielen Konzerte und Kabarettveranstaltungen unsere Hasestadt. Als damals die Unterstützungsaktion zur Erneuerung der Kinosessel stattfand, habe ich gleich zwei neue Sessel „gekauft“. Dieses kulturelle Bramscher Kleinod muss unbedingt erhalten bleiben.


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