Statistik vorgestellt Polizei Bramsche nahm 2013 weniger Straftaten auf

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Diebstahlsdelikte machen einen Schwerpunkt der Arbeit für die Kriminalpolizei aus. Allerdings ist die Zahl der Wohnungseinbrüche im Bereich des Kommissariats Bramsche deutlich gesunken. Symbolfoto: dpaDiebstahlsdelikte machen einen Schwerpunkt der Arbeit für die Kriminalpolizei aus. Allerdings ist die Zahl der Wohnungseinbrüche im Bereich des Kommissariats Bramsche deutlich gesunken. Symbolfoto: dpa

Bramsche. 4381 Straftaten sind beim Polizeikommissariat (PK) Bramsche im vergangenen Jahr aufgenommen worden, 21 weniger als 2012. Wermutstropfen aus Bramscher Sicht: Während im Altkreis Wittlage und Wallenhorst weniger Delikte verübt wurden, stieg die Zahl in der Hasestadt an.

Ein Plus von 190 Straftaten registrierte die Polizei für Bramsche. Kommissariatsleiterin Ann Oldiges und Kriminaldienstleiter Burkhard Hömme erklärten bei der Vorstellung der Statistik, dass sich in dieser Bilanz die Einbruchserie im Frühjahr 2013 widerspiegele, für die elf junge Männer jüngst verurteilt worden sind. Die Kriminalpolizei hatte den Beschuldigten allein 104 Straftaten vorgeworfen. Oldiges und Hömme verwiesen auch darauf, dass insbesondere die Diebstähle aus Dienst-, Büro-, Werkstatt- und Lagerräumen (240 Taten, plus 37 gegenüber 2012) sowie Diebstähle aus Kraftfahrzeugen (361 Taten, plus 123) angestiegen sind – typische Zielobjekte der sogenannten „Newcomer“.

1955 Diebstähle

Insgesamt wurden im Bereich des PK Bramsche 1955 Diebstahldelikte begangen, knapp sechs Prozent mehr als 2012. „Diebstähle machen fast 45 Prozent der Gesamtstraftaten aus und bilden damit einen Schwerpunkt unserer Arbeit“, erklärte Hömme. Erfreulich in diesem Bereich sei allerdings der Rückgang an Fahrraddiebstählen. Mit 274 Delikten gab es im vergangenen Jahr 76 weniger als 2012. Auf eine weitere Zahl verweisen Hömme und Oldiges mit besonderem Nachdruck: „Entgegen dem bundesweiten Trend ist die Anzahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle im Bereich des Polizeikommissariats Bramsche rückläufig – und das mit einem Minus von 6,71 Prozent durchaus signifikant.“

Worin der Rückgang an Diebstählen von Fahrrädern und aus Wohnungen begründet ist, „das ist natürlich etwas spekulativ“, räumt Kriminaldienstleiter Hömme ein. Er gehe allerdings davon aus, „dass es in beiden Bereichen mittlerweile eine erhöhte Sensibilität gebe, sein Eigentum zu schützen“. Auch entsprechende Maßnahmen der Polizei besonders in der dunklen Jahreszeit hätten womöglich zu der positiven Entwicklung beigetragen, glaubt Kommissariatsleiterin Oldiges. „Wir sind verstärkt Streife gefahren. Außerdem haben wir Berufsgruppen wie beispielsweise Zeitungszusteller einbezogen, die im Dunkeln ihren Dienst verrichten. Dort haben wir darum gebeten, uns verdächtige Beobachtungen umgehend mitzuteilen.“ Diesen Appell richtet Oldiges auch zum wiederholten Mal an aller Bürger: „Wer fremde Personen oder fremde Fahrzeuge beobachtet und den Verdacht hat, dass hier eine Straftat bevorstehen könnte, sollte sich sofort mit uns in Verbindung setzen“, so Oldiges. Dasselbe gelte, wer von einem Einbruch erfährt „und dem womöglich erst dann bewusst wird, dass er zuvor etwas Verdächtiges im Umfeld beobachtet hatte. Solche Hinweise können uns bei der Aufklärung enorm helfen.“

Insgesamt konnte die Bramscher Polizei im vergangenen Jahr bei 2423 Delikten den Täter ermitteln. Die Aufklärungsquote lag bei 55,31 Prozent und damit etwas niedriger als noch im Jahr zuvor, „aber im langjährigen Mittel“, wie Oldiges betont. Besonders hoch war die Erfolgsquote mit 92,05 Prozent bei den sogenannten Rohheitsdelikten. Darunter fallen beispielsweise Körperverletzungen. „Einen Anstieg hatten wir allerdings besonders in den Bereichen Nötigung, Bedrohung und Nachstellung“, erklärt Kriminalchef Hömme. Hinter diesen Delikten stehe beispielsweise häusliche Gewalt, „die heute glücklicherweise viel öfter angezeigt wird als früher und oft auch schon in einem früheren Stadium“. Eine Zunahme gebe es allerdings laut Hömme auch bei Auseinandersetzungen zumeist unter Jugendlichen über soziale Netzwerke. Dies zeige sich auch daran, dass die Anzahl der Beleidigungen 2013 mit 154 Anzeigen deutlich höher lag als 2012 (plus 37).

Weniger Betrugsfälle

Einen deutlichen Rückgang um 120 Fälle weist die Kriminalstatistik für Betrugsdelikte aus: „Hier hatten wir 2012 noch ein Großverfahren im Bereich des Anlagebetrugs in Wallenhorst, das jetzt aus der Bilanz wieder raus ist“, erläutert Oldiges.

Einen Anstieg gab es bei Sexualdelikten. Dies führt die Polizei auf ein verändertes Anzeigeverhalten zurück. Rückläufig waren Sachbeschädigungen und der Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte.


Das Polizeikommissariat Bramsche (PK) grenzt direkt an die Stadt Osnabrück. Zum PK Bramsche gehören die Polizeistationen Wallenhorst , Bohmte , Bad Essen und Ostercappeln . Sie sind zuständig für die Stadt Bramsche mit den Ortsteilen Achmer, Balkum, Bramsche, Engter, Epe-Malgarten, Evinghausen, Hesepe, Kalkriese, Lappenstuhl, Pente, Schleptrup, Sögeln und Ueffeln sowie die Gemeinden Wallenhorst, Bohmte, Ostercappeln und Bad Essen mit insgesamt etwa 95000 Einwohnern. Der Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariates Bramsche erstreckt sich auf eine Fläche von circa 550 Quadratkilometern . Die Bramscher Polizei ist unter Telefon 05461/915300 zu erreichen.

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