Raser in Evinghausen und Ueffeln Unfallhäufung in Bramsche an zwei Stellen

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Bramsche/Ueffeln. Evinghausen protestiert gegen Raserei. Ueffeln ebenfalls. Balkum nicht mehr: Auf der Durchfahrtstraße in dem kleinen Ortsteil ist die Höchstgeschwindigkeit auf Betreiben von Anwohnern reduziert worden.

Ein Lkw-Unfall im Mai 2013 brachte das Fass zum Überlaufen: Die Balkumer entschlossen sich, aktiv zu werden, um gegen die Raserei durch ihren Ort mobil zu machen. „Eine Unterschriftenliste ist von fast allen Balkumern unterschrieben worden“ , erinnert sich Jan Großterlinden, einer der Initiatoren der Aktion. Abgegeben wurde die Protestnote schließlich im Rathaus, und es tat sich – nichts. Zumindest zunächst. „Viel Hoffnung hatten wir ohnehin nicht, es war ja nicht das erste Mal, dass wir auf eine Temporeduzierung gedrängt haben“, sagt Großterlinden. Irgendwann war dann plötzlich die Verkehrskommission vor Ort – „vielleicht hat da unser Ortsvorsteher Gert Borcherding noch drauf hingewirkt“, vermutet Großterlinden. Das Gremium mit Vertretern der Polizei, der Straßenbaubehörde, des Landkreises und der Kommune hat sich die Situation angeschaut. „Kurz darauf wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h auf 50 gesenkt“, freut sich Großterlinden. Die Einhaltung des Limits werde auch verstärkt von der Polizei kontrolliert.

Zu schnell in Ueffeln

Balkum als ein positives Beispiel für andere? Nach Evinghausen soll die Verkehrskommission in diesem Frühjahr zumindest auch kommen, um sich mit der Landesstraße 87 zu befassen. So viel scheint schon festzustehen, denn die Strecke gilt mittlerweile als Unfallschwerpunkt (wir berichteten) . Und auch die Ueffelner wollen den Balkumer Weg gehen: „Wir bereiten gerade eine Unterschriftenliste vor“, sagt Rolf Müller. Er hatte in der jüngsten Ortsratssitzung zusammen mit Wolfgang Labudda darauf aufmerksam gemacht, dass Auto-, Lkw- und Motorradfahrer aus Richtung Merzen kommend viel zu schnell in den Ort reinfahren. „Auf 50 hat da noch niemand abgebremst, ganz im Gegenteil“, meinte Müller, und Labudda ergänzte, dass es in der Vergangenheit bereits zu schweren Unfällen gekommen sei.

Labudda und Müller drängten darauf, dass in Zukunft am Ortseingang vermehrt die Geschwindigkeit kontrolliert werden solle. Eine entsprechende Zusage habe es einmal gegeben, erklärte auch Ortsratsmitglied Karl-Heinz Pilatus (SPD). In die Tat umgesetzt worden sei das aber offenbar nicht. Bernhard Rohe (Die Linke) regte an, die Verkehrskommission auch nach Ueffeln einzuladen.

Gefahrenstellen

Ob das klappt, bleibt abzuwarten. Die Termine werden kurzfristig festgelegt. Neben der L87 in Evinghausen werden voraussichtlich aber auch noch weitere Gefahrenpunkte in Bramsche Ziel des Gremiums sein. An der Kreuzung Lutterdamm/Schleptruper Straße gibt es nach Feststellung der Polizei eine Unfallhäufung. „Schlecht einsehbar von der Schleptruper Straße, und auf dem Lutterdamm stadteinwärts fahren viele zu schnell“, erklärt Herbert Bockstiegel von der Bramscher Verkehrswacht . Etwas überrascht ist er allerdings, dass sich die Experten nach einigen Zwischenfällen auch mit dem Kreisel Hasestraße zwischen Rathaus und Krankenhaus befassen müssen. An der Beschilderung jedenfalls könne es nicht liegen, „die ist eindeutig“.


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