Viel Lob für Klaus Dibowski Bramscher Grundschule verabschiedet ihren Leiter

Von Holger Schulze

Der Leiter der Grundschule Im Sande, Klaus Dibowski (links), wurde am Freitag  in den Ruhestand verabschiedet. Für die Schulleiterkollegen gratulieren Petra Tiemeyer und Hermann Heeger.Der Leiter der Grundschule Im Sande, Klaus Dibowski (links), wurde am Freitag in den Ruhestand verabschiedet. Für die Schulleiterkollegen gratulieren Petra Tiemeyer und Hermann Heeger.

Bramsche. Mit einer von großer Wertschätzung und Sympathie getragenen Verabschiedung entließ am Freitagvormittag die Schulgemeinschaft Klaus Dibowski als ihren bislang einzigen Schulleiter seit dem Aufbau der Grundschule in den Ruhestand.

Seine schwere Erkrankung sollte Klaus Dibowski nicht den Abschied vom Berufsleben vorschreiben dürfen. Weil er „kein Hinausschleichen aus dem Dienst“ wollte, aber auch „um mir selbst zu beweisen, dass es trotzdem noch geht und um einen einigermaßen geordneten Haushalt zu hinterlassen“, kehrte der Schulleiter der „Grundschule Im Sande“ nochmals für ein knappes halbes Jahr an seine Wirkungsstätte zurück. Zum Monatsende jedoch wird nun Schluss sein.

„Er ist immer so witzig!“, „Er hat mich immer Super-Sema genannt“ oder „Ich möchte mal wissen, was du jetzt machst, ohne uns Kinder?“, solche und weitere Worte von den Grundschülern legten, bereits vor den offiziellen Reden, mittels kleiner, bunter Zettel auf den Tischen verteilt, Zeugnis davon ab, mit welcher Wertschätzung Klaus Dibowski von den Kindern wahrgenommen wurde.

Auf den Punkt brachte es Celine Baumgart als Schulsprecherin. „Ich möchte mich dafür bedanken, dass du für uns Kinder da warst“, lautete der von Herzen kommende Satz, mit dem sie den beliebten Schulleiter im Namen aller Schüler verabschiedete.

Wie konsequent Klaus Dibowski für die Anliegen der Kinder jederzeit zur Verfügung stand, schilderte auch Regierungsschuldirektor Norbert Szczepanek, der an diesem Vormittag die Entlassungsurkunde überreichte. „Schulaufsicht hin oder her, wenn ihm ein Kind mit einer Sorge entgegenkam, nahm Klaus Dibowski es erst einmal tröstend in den Arm und die Aufsicht konnte warten“, erinnerte Norbert Szczepanek eines der Erlebnisse aus seinem 14-jährigen Kontakt mit dem scheidenden Schulleiter. Und bescheinigte Klaus Dibowski ferner: „Eine seiner Stärken war es, immer wieder deutlich zu machen, wie sehr er Kinder mag. Kinder standen bei ihm im Vordergrund“.

Die „herausragende Leistung beim Aufbau der Schule“ würdigte Bürgermeisterin Liesel Höltermann in ihren Abschiedsworten. Für die 1989 gegründet Schule habe sich Klaus Dibowski „sehr dafür eingesetzt, die Raumnot zu beenden“. Auch sei er „immer ein guter, freundlicher und verlässlicher Gesprächspartner gewesen, der sich, ohne Schärfe, stets am Wohl der Kinder orientierte“.

„Und ansonsten hast du es fein gemacht und wir sind stolz auf dich.“ Mit Humor und letztlich in Gedichtform setzten Petra Tiemeier und Hermann Heeger stellvertretend für die Bramscher Schulleiterkollegen von Klaus Dibowski, die Grußworte fort.

Nach dem Dank von Vertretern des Schulelternrates und des Fördervereins kam schließlich das Kollegium an der Reihe. Dessen Frage „Lieber Klaus, weißt du?“, brachte so manche Anekdote in Erinnerung und endete stets mit dem Refrain „und darum mögen wir dich“.

Der so Gewürdigte stellte, nach seinem Dank an alle Wegbegleiter, noch einige nachdenkenswerte Sätze an das Ende seiner Worte: „Zeigt den Kindern, dass ihr sie mögt, helft ihnen, vertraut ihnen und seid selber wieder ein bisschen Kind.“ Und ferner: Kindern eine Heimat zu geben ist gerade an einer Grundschule eine weise Aussage“.


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