Langelage geht in Ruhestand Organisator für Bramscher Konzertreihe gesucht

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Franz Langelage, Leiter der Bramscher Außenstelle der Volkshochschule (VHS) Osnabrücker Land, geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Archivfoto: Johannes KapitzaFranz Langelage, Leiter der Bramscher Außenstelle der Volkshochschule (VHS) Osnabrücker Land, geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Archivfoto: Johannes Kapitza

Bramsche. Der Leiter der VHS-Außenstelle Bramsche, Franz Langelage, geht zum Jahresende in den Ruhestand. Angesichts der vielen verschiedenen Aufgaben, die er wahrgenommen hat, könnte es mehr als einen Nachfolger geben. Für einen Teilbereich hat Langelage selbst jetzt die Suche eröffnet.

Bei der Eröffnung des VHS-Konzertes am Wochenende in der Kornmühle wies er auf die Notwendigkeit hin, einen neuen Organisator für diese Reihe zu finden, da er in den Ruhestand gehe. Den meisten Besuchern war das neu, entsprechend groß war die Aufmerksamkeit, die seine Ankündigung fand.

„Da saßen viele Leute, die seit Jahren bei allen Konzerten sind. Da war es mir einfach ein Bedürfnis, das zu sagen“, erläuterte Langelage am Montag seine Beweggründe. Die Entscheidung, in den Ruhestand zu gehen, habe er erst „nach langer, langer Übergegung“ getroffen. „Ob ich im Januar wirklich zufriedener ins Bett gehen werde, weiß ich noch nicht“, sagte Langelage, dessen Arbeit drei Schwerpunkte hat: Die Führung der VHS-Außenstelle , die Geschäftsführung beim Verein für Städtepartnerschaften und eben die Koordination der VHS-Konzertreihe .

Beim Partnerschaftsveren will Langelage „privat weitermachen“, die Nachfolge bei der VHS durch Anita Sudhoff sei bereits geregelt, sagt Bürgermeisterin Liesel Höltermann.Bleibt noch die Organisation der Konzertreihe. Für Höltermann ist das allerdings nicht nur eine Personalie: Die Politik müsse entscheiden, ob dafür weiterhin jährlich ein Zuschuss der Stadt gezahlt werde.

Ins Leben gerufen hat diese älteste kulturelle Veranstaltungsreihe in der Stadt der VHS-Leiter Arno Bromann, der in seiner kurzen Amtszeit von 1976 bis 1978 viel unternahm, um die Kultur in der Stadt zu fördern. Als er ging, bat er den VHS-Verwaltungsleier Langelage, sich um die Konzertreihe zu kümmern. Bis heute hat er über 300 Konzerte vorbereitet und organisiert von der Verpflichtung der Künstler über die Buchung des Veranstaltungsraumes und die Werbung bis hin zur Betreuung der Künstler vor und nach dem Auftritt in Bramsche. Durch diese Tätigkeit sei er auch in andere Bereiche des kulturellen Lebens in Bramsche „so reingerutscht. Es gibt ja kein Kulturamt in Bramsche“, sagt Langelage.

Um diesen Teil seiner Aufgaben macht sich der angehende Ruheständler am meisten Sorgen. „Jeder ist zu ersetzen, aber bisher hat sich im Rathaus keiner gezeigt“, der diesen Part übernehmen könne. Deshalb sah sich Langelage genötigt, an die Konzertbesucher zu appellieren. Es gehe darum, acht, neun Konzerte im Jahr durchzuführen. Eventuell könne die Leistung ja auch „von außen eingekauft“ werden, meint der VHS-Außenstellenleiter. Lieber wäre ihm allerdings schon, es fände sich ein engagierter Kulturfreund aus Bramsche, der diesen Teil seiner Arbeit weiterführt.


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