Einbruchschutz im Haus Tischler aus Bramsche macht es Dieben schwer

Von Liesel Hoevermann

Tischlermeister René Holtze berät Kunden über Sicherheit an Türen und Fenstern, aktiv dabei sind seine Mitarbeiter Marlon Blümke und Martin Klein Huxel sowie Ehefrau Annefriede Holtze. Foto: Liesel HoevermannTischlermeister René Holtze berät Kunden über Sicherheit an Türen und Fenstern, aktiv dabei sind seine Mitarbeiter Marlon Blümke und Martin Klein Huxel sowie Ehefrau Annefriede Holtze. Foto: Liesel Hoevermann

Bramsche. Einbrecher wollen schnell Beute machen und rasch wieder verschwinden. Deswegen kommen sie gerne bei Dämmerung oder Dunkelheit, dringen meist ungesehen von hinten durch Türen oder Fenster ins Haus. Je schneller das geht, umso besser. Leicht zu öffnende Türen und Fenster verringern für die Einbrecher das Risiko des Entdecktwerdens.

Das heißt im Umkehrschluss, je umfangreicher die Sicherheitsmaßnahmen am Haus sind, umso schwieriger wird es für die Einbrecher und häufig geben sie deswegen ihr Vorhaben auf. Was können Haus- und Wohnungsbesitzer machen, um ihr Eigentum zu sichern? Wer berät sie bei baulichen Maßnahmen? Natürlich die Polizei, die auf Anfrage Tipps zur Sicherung von Gebäuden gibt. Außerdem gibt es Handwerksbetriebe, die passgenaue Sicherungssysteme einbauen und mit Haus- und Wohnungsbesitzern über vorbeugende Maßnahmen zum Einbruchschutz sprechen.

„Wir kommen bei Interesse zu den Kunden nach Hause und beraten vor Ort über sinnvolle Schutzmaßnahmen“, sagt beispielsweise René Holtze, Tischlermeister aus Bramsche. Seine Tischlerei gehört zu den Handwerksbetrieben, die als Einrichtungsunternehmen von mechanischen Sicherungseinrichtungen beim Landeskriminalamt gelistet sind. Technisch ist vieles möglich, sagt Holtze, der nicht nur Fenster und Türen aus Holz, sondern auch solche aus Aluminium und Kunststoff und anderen Materialien mit Sicherheitsmaßnahmen versehen kann. Die Bandbreite ist ziemlich groß, von Sicherheitsschlössern über Pilzkopfbeschläge, Mehrfachverriegelungen, Schließbleche, Querriegelschlössern bis zu Fensterverriegelungen, Gittern, Rolllädensicherungen und anderem mehr. Möglich sind natürlich auch Alarmanlagen und Kameraüberwachungen. René Holtze besucht regelmäßige Schulungen und arbeitet mit der Polizei zusammen, um seine Kunden optimal beraten zu können. „Das technische Know-how ist genauso wichtig wie die präventionsgerechte Beratung“, weiß der Tischler aus mehrjähriger Erfahrung. Dabei geht es darum, den Hausbesitzern quasi einen Blick aus Einbrecheraugen zu vermitteln. Kellerfenster, Balkone, Hintertüren, auf Kipp stehende Fenster verlocken den geübten Dieb zum Einstieg. Erkennbare Außensicherung oder installierte Kameras schrecken ihn ebenso ab wie durch Bewegungsmelder ausgelöster Lichteinfall. Zu seinen Kunden gehören vielfach ältere Menschen, die im Rahmen von Umbau und Renovierung ihr Haus besser sichern wollen. „Ich habe auch Kunden, die bereits durch einen Einbruch geschädigt worden sind und aufgrund dieser Erfahrung ein höheres Sicherheitsbedürfnis haben“, berichtet Holtze.

Neben den privaten Möglichkeiten, die Sicherheit auf dem eigenen Grundstück und am eigenen Haus zu optimieren, achten übrigens auch Kommunen bei der Aufstellung von Bebauungsplänen auf vorbeugende Maßnahmen gegen potenzielle Täter. „Kriminalprävention im Städtebau heißt das Stichwort, unter dem verschiedene Maßnahmen gebündelt werden“, sagt dazu Gerd Rohde vom Fachdienst Planen und Bauen in der Samtgemeinde Bersenbrück, der im Präventionsrat der Kommune den Arbeitskreis „Sicheres Wohnen“ leitet. Zu diesen Maßnahmen gehört beispielsweise die Vorgabe, dass Einfriedungen und Bepflanzungen in Vorgärten nicht höher als 80 Zentimeter sein dürfen, um die Schutzfunktion der sozialen Kontrolle in der Nachbarschaft zu fördern. Außerdem wird bei der Planung von Straßenlaternen darauf geachtet, dass auch kleine Wege und Kurven gut ausgeleuchtet sind.

Weiter Informationen zu diesem Thema gibt es unter www.k-einbruch.de


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