Karl Hardeck stellt Pläne vor In welche Richtung geht’s bei Staas in Bramsche?

Von Björn Dieckmann

<em>Einiges ändern </em>wird sich in Zukunft durch den Eigentümerwechsel beim Möbelhaus Staas. Mitte kommenden Jahres, wenn der Name Hardeck übernommen wird, müssten sogar Straßenschilder ausgetauscht werden. Foto: Björn DieckmannEiniges ändern wird sich in Zukunft durch den Eigentümerwechsel beim Möbelhaus Staas. Mitte kommenden Jahres, wenn der Name Hardeck übernommen wird, müssten sogar Straßenschilder ausgetauscht werden. Foto: Björn Dieckmann

Bramsche. Der Verkauf des Möbelhauses Staas bewegt die Bramscher. Das zeigt sich in vielen Unterhaltungen, aber auch an den Kommentaren zu unserer Berichterstattung auf noz.de und der Facebookseite der Bramscher Nachrichten. Der künftige Eigentümer Karl Hardeck beantwortet im BN-Gespräch einige Fragen zu seinen Plänen.

Wer oder was ist überhaupt Hardeck?

Möbel Hardeck wurde 1937 in Bochum gegründet und feierte 2012 als Karl Hardeck Wohnungseinrichtungen GmbH & Co. KG sein 75-jähriges Bestehen. Das Unternehmen war bisher ausschließlich in Bochum tätig. Die Ausstellungsfläche liegt bei über 40000 Quadratmetern. In den vergangenen Jahren wurde insbesondere auch in den Energie-Standard der Häuser investiert. Geschäftsführer ist Karl Hardeck, der seinen Sohn Dirk langsam als Nachfolger aufbaut und „von meiner Frau Elisabeth tatkräftig unterstützt“ wird, wie er sagt.

Werden die Mitarbeiter in Bramsche übernommen?

Ja, das werden sie. Bis zum 31. Dezember 2014 ist Hardeck an sämtliche Verträge zu den derzeitigen Konditionen gebunden. Und er sagt: „Mit einiger Sicherheit werden wir in Bramsche zum Ende des kommenden Jahres mehr Mitarbeiter haben als zum jetzigen Zeitpunkt“. Hardeck wolle insgesamt „deutlich wachsen“, das gelte auch in den gegebenen Strukturen in Bramsche.

Wird es Änderungen im Sortiment geben?

Ja. „Gewisse Veränderungen“ werde es bereits im ersten Halbjahr 2014 geben, sagt Hardeck, aber keinen völligen Umbruch. Die Küchen-Ausstellung werde deutlich erweitert, dies sei auch in Bochum ein Kerngeschäft. „Gartenmöbel werden wir hingegen aus dem Programm nehmen“, kündigt der Geschäftsführer an. An den auferlegten Sortimentsbeschränkungen, die in den vergangenen Jahren immer mal wieder in der Diskussion waren, will Hardeck nicht rütteln: „Wir sind und bleiben ein Möbelhaus, Schuhe oder Ähnliches wird es bei uns nicht geben.“

Denkt Hardeck bereits über einen Ausbau nach?

„Wir wissen natürlich um die Möglichkeiten, die es gibt“, sagt Hardeck in Bezug auf den Bebauungsplan Nr. 75, der eine Überbauung der Alten Engterstraße für einen neuen, zentralen Eingangsbereich zu den Häusern 1 und 2 zulassen würden. Es sei aber, so Hardeck, „jetzt noch viel zu früh, um darüber nachzudenken.“ Zuerst müssten die Strukturen wachsen.

Wann wird das Möbelhaus Staas in Hardeck umbenannt?

Der neue Name wird nicht gleich ab dem ersten Öffnungstag nach dem Eigentümerwechsel am 2. Januar sichtbar werden. „Wir gehen von Mitte des Jahres aus, dass dann die Umstellung erfolgt“, blickt der Geschäftsfüher voraus. Denn ab diesem Zeitpunkt, so sehen es die Planungen vor, sollen für alle Hardeck-Häuser gemeinsame Prospekte erstellt werden.

Was passiert mit meinem Staas-Gutschein? Ist der nach dem 31. Dezember ungültig?

„Ganz klar nein, Gutscheine gelten selbstverständlich weiter“, stellt Hardeck heraus. Dies gelte auch für Anzahlungen, die noch 2013 bei Staas geleistet werden. „Wir übernehmen Staas mit allen Rechten und Pflichten.“

Was wird aus dem Brückencafé? Bleibt es erhalten?

Ja, das Brückencafé bleibt. Karl-Ernst Hardeck gerät sogar ins Schwärmen, nachdem er am Mittwoch in Bramsche zu Besuch war und sich seinen künftigen Mitarbeitern noch einmal vorgestellt hat: „Ich war in dem Café Mittagessen und bin begeistert. Eine tolle Einrichtung, ein absolutes Geschenk.“

Staas hat bisher viele Vereine mit Zuwendungen unterstützt. Hält Hardeck dieses Engagement aufrecht?

„Wir waren bisher nicht im Sponsoring tätig“, sagt Hardeck. Er wisse um die „vielfältigen Leistungen, die die Familie Staas bisher in diesem Bereich erbracht hat“, so der Geschäftsführer weiter. Möglicherweise werde es in dieser Hinsicht noch Gespräche mit den bisherigen Eigentümern geben.

Wie sieht es mit einer Einbindung in den „Förderkreis Freundliches Bramsche“ aus?

Hardeck gesteht zu, „dass wir von der Unternehmensleitung von Bochum aus zu weit weg sein werden, um uns in einem solch hohen Maße einzubringen, wie es die Familie Staas tut“. Sicherlich werde man aber nach Möglichkeiten suchen, „wie es auch künftig eine für Alle gedeihliche Kooperation geben kann“.

Geht Bramsche ab dem nächsten Jahr bei der Gewerbesteuer leer aus?

Karl Hardeck geht auf die künftige Unternehmensform nicht ein, sagt aber: „Das Einrichtungshaus wird mit Sicherheit auch künftig Gewerbesteuer in Bramsche abführen.“


0 Kommentare