Sorgen um Krankenhaus Bramsche: Weihnachtsgeld ist sicher

<em>Hohe Kosten</em> drücken die Niels-Stensen-Kliniken. Das Haus in Bramsche ist da keine Ausnahme. Foto: BN-ArchivHohe Kosten drücken die Niels-Stensen-Kliniken. Das Haus in Bramsche ist da keine Ausnahme. Foto: BN-Archiv

Bramsche. „Das Weihnachtsgeld 2013 ist sicher, und zwar in voller Höhe, ebenso wie alle anderen Gehaltsbestandteile“. Das versicherte der Sprecher der Niels-Stensen-Kliniken, Roland Knillmann jetzt auf BN-Anfrage. Das gelte explizit auch für das Haus in Bramsche, das seit Langem zu den wirtschaftlichen Sorgenkindern des Verbundes zählt.

Berichte über eine wirtschaftliche Schieflage des Trägerverbundes hatten nicht zuletzt in der Tuchmacherstadt für Unruhe gesorgt. Das Personal des Krankenhauses ist leidgeprüft. Unter früheren Trägern hatten die Beschäftigten mehrfach durch Gehaltsverzicht einen Beitrag zur Sicherung der Existenz des Hauses leisten müssen.

Daran ist im Augenblick wohl noch nicht gedacht. „Wir müssen deutlich auf die Kostenseite schauen“, räumte Knillmann allerdings ein, angesichts der Tatsache, dass der Verbund in den vergangenen beiden Jahren rote Zahlen geschrieben hat und wohl auch für 2013 kein positiver Abschluss zu erwarten ist. „Insgesamt müssen wir uns aber nicht ernsthaft Sorgen machen, weil der Verbund in der Substanz gesund ist“.

Für das Haus in Bramsche gelte aber ebenfalls, dass Abläufe und Prozesse mit dem Blick auf personalintensive Reibungsverluste unter die Lupe genommen würden. Die Verantwortlichen seien darüber im Grundsatz bereits informiert, konkrete Maßnahmen würden zurzeit entwickelt. Die Versorgung der Patienten werde unter der dringend notwendigen Optimierung der „Behandlungspfade“ nicht leiden. „Die Entwicklung soll auch nicht zu Lasten der Mitarbeiter oder in Richtung Arbeitsverdichtung gehen“, versicherte Knillmann.

Was geschieht, sollte dieser erste Maßnahmenkatalog nicht greifen, ließ Knillmann offen.


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