4. Oktober Welttierschutztag Bramscher Tierschützer werben um Aufmerksamkeit

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Auf ihrem Hof in Ueffeln kümmert sich Corinna Hinterding um herrenlose Hunde und Katzen. Ihr Sohn Arne hilft dabei. Foto: Marcus AlwesAuf ihrem Hof in Ueffeln kümmert sich Corinna Hinterding um herrenlose Hunde und Katzen. Ihr Sohn Arne hilft dabei. Foto: Marcus Alwes

maa Bramsche. „Ich wusste das gar nicht. Gut, dass Sie mich darauf hingewiesen haben…“, sagt Corinna Hinterding. Die Vorsitzende des Bramscher Vereins „Lichtblick aller Pfoten“ hat viel um die Ohren. Da nimmt sie die Tatsache, dass am heutigen Freitag, 4. Oktober. offizieller Welttierschutztag ist, eher am Rande zur Kenntnis. Vielmehr beschäftigt die Medizinerin und Mutter ein ganz konkreter Fall aus Engter. „Da rief vor kurzem die Polizei bei uns an. Sie haben dort einen Hund gefunden. Angeleint an einen Baum – und verlassen“, sagt Hinterding.

In solchen Momenten setzt sich eine kleine Maschinerie in Gang. Die alarmierten Tierschützer holen das Tier zu sich, damit es sicher, beschützt und versorgt ist. Kurze Zeit später geht es dann in eine Art Pflegefamilie weiter. „Wir haben zwanzig solcher Stellen in der Region“, erklärt Hinterding, „alles Privatleute. Einige aus Bramsche. Andere aus Osnabrück, Hasbergen oder Lohne-Dinklage. Bei diesen Pflegestellen bleiben die Tiere, bis sie vermittelt sind.“ Zeitraum ungewiss.

Vor allem um einzelne Hunde und allerlei herrenlose Katzen geht es im Bramscher Stadtgebiet. Besonders in den Sommermonaten. Hinterding selbst hat momentan elf Katzen und einen Hund zur Pflege auf ihrem kleinen Hof in Ueffeln. Dazu ihre ohnehin 15 angestammten (Haus-)Tiere: Vier Pferde, ein Schaf, eine Ziege, drei Hunde und sechs Katzen. Ein kleiner Zoo sozusagen. Zudem kümmert sie sich um viel Büro- und Verwaltungsarbeit des Lichtblick-Vereins sowie dessen Internetpräsenz . Rund 60 Mitglieder zählt „Lichtblick aller Pfoten“ aktuell.

Wie so häufig bei ehrenamtlicher Arbeit fehlt den Vereinen das liebe Geld in der Kasse, um wünschenswerte Vorhaben auch tatsächlich umsetzen zu können. „Es könnte natürlich mehr Geld sein. Wir sind immer auf Spenden angewiesen, auf das Wohlwollen anderer. Einiges geben wir als Vereinsmitglieder auch privat selbst dazu“, erläutert Hinterding. Ähnlich äußert sich auch Maria Farin von der Katzenhilfe Bramsche , und sie fügt hinzu, dass nur Schulterklopfen von Dritten auf Dauer nicht reiche, um die Probleme zu lösen: „Hier ist Handlungsbedarf angesagt“, betont Farin mit Blick auf die von ihr erhoffte öffentliche Unterstützung, „und nicht nur Applaus für unsere Tätigkeit.“

Vom heutigen Welttierschutztag erhofft sich Corinna Hinterding unterdessen, die breite Öffentlichkeit zumindest für einen kurzen Moment auf ihre Tätigkeit und ihr Anliegen hinweisen zu können. „In der allgemeinen Presse findet das Thema nur wenig statt“, sagt sie, „da ist dieser Tag dann doch vielleicht ganz gut, damit dem Tierschutz etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.“ Auch in Bramsche.


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