Weise-Werke werden gezeigt Das „Quadrat“ steht in Bramsche im Zentrum

„Strukturelles“ heißt dieses Werk von Dieter Weise, das in der Ausstellung im Tuchmacher-Museum gezeigt werden wird. Foto: privat„Strukturelles“ heißt dieses Werk von Dieter Weise, das in der Ausstellung im Tuchmacher-Museum gezeigt werden wird. Foto: privat

Bramsche. Im Rahmen des Ausstellungsverbundes „Vielfältige Gestaltung“ der Vordemberge-Gildewart-Initiative sind ab Freitag (19 Uhr, Eröffnung) Werke von Christine und Dieter Weise im Tuchmacher Museum zu sehen. „Zwei im Quadrat“ heißt es dann dort bis zum 27. Oktober.

Linie, Farbe und Flächen sind bekanntlich gestalterische Elemente einer jeden Webtechnik. Mit dem Werk des Dresdener Künstlerpaares Christine (1941-2009) und Dieter Weise (Jg. 1941) zeigt das Tuchmacher Museum Bramsche nun eine bisher kaum beachtete Facette konkreter Kunst. Im Zentrum der Ausstellung „Zwei im Quadrat“ stehen die von streng geometrischer Gestaltung geprägten Textilarbeiten Christine Weises. Sie bezog sich mit ihren Werken bewusst auf die Züricher Konkreten Max Bill und Richard Paul Lohse und orientierte sich am Farbkreis des Bauhauslehrers Johannes Itten.

Gemäß seiner Theorie folgen ihre textilen Arbeiten einer strengen Ordnung, wo alle beteiligten Farben gleichwertig vertreten sind: „Erst dann“, so Christine Weise einst, „strahlt das Gesamtwerk eine gewisse Ruhe und Harmonie aus“. Verbindendes Element der Arbeiten von Christine und Dieter Weise ist das Quadrat. Dieter Weise, dessen künstlerische Ausdrucksformen der informellen Kunst nahestehen, verweist mit den für ihn charakteristischen quadratischen Verspannungen – wie der Künstler selbst es formuliert – „sinnbildlich auf die Zwänge, Gesetzmäßigkeiten und Gesetzlichkeiten, die das vielfältige und lebhaften Dasein reglementieren“.

Mit der Ausstellung beteiligt sich das Tuchmacher Museum an dem Ausstellungsverbund „Vielfältige Gestaltung“ der Vordemberge-Gildewart-Initiative anlässlich des 50. Todestages des gleichnamigen Osnabrücker Künstlers. Die Ausstellung, die bis Ende Oktober zu sehen sein wird, wird übermorgen im Beisein von Dieter Weise eröffnet. Der Kunsthistoriker Maximilian Claudius Noack führt in das Werk ein. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Osnabrücker Jazzpianist Joachim Raffel.


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