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Zeitzeugin über die Jahre unter der NS-Diktatur

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Bramsche.
Details, die nicht in den Schulbüchern stehen, erfuhr die Klasse 6d der Orientierungsstufe Innenstadt, die Rosemarie Kaßner eingeladen hatte, im Unterricht aus eigener Erfahrung über die Jahre der NS-Diaktatur zu berichten. "Kinder und Jugendliche zur Zeit des Nationalsozialismus" war das Thema, zu dem die Schule auch die 77jährige Zeitzeugin eingeladen hatte.

Auf die Frage, in welcher Situation sie persönlich am meisten Angst gehabt habe, antwortete Frau Kaßner: "In dem Augenblick, als auf unserem Bunker eine Bombe detonierte, das Licht ausfiel und die Decke einzustürzen drohte".

Die wirtschaftliche Not sei 1933 so gross gewesen, dass in ihrer Schulklasse viele Kinder Nichts zum Frühstück hatten. Deshalb ließ es sich Frau Kaßner, selbst in gutbürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen, damals auch nicht nehmen, täglich eine Mahlzeit für zwei Mitschülerinnen mitzubringen.

Mit Interesse verfolgten die Mädchen und Jungen weiter die Schilderungen der heute 77jährigen, die auch ausführlich die Abläufe in einem Lager des Bundes deutscher Mädchen (BdM) in Schleswig-Holstein beschrieb. Ein Besuch im Konzentrationslager Bergen-Belsen schloss sich an und rundete die Unterrichtseinheit ab, die den Schülerinnen und Schülern viele Informationen vermittelte.

Jedenfalls gelang es, in der WUK-Unterrichtseinheit die Klasse 6d mit einem sehr wichtigen Kapitel deutscher Zeitgeschichte kindgerecht vertraut zu machen. Eva Franz, Elena Gielians und Julia Putzki hielten die ungewöhnlichen zwei Schulstunden in Wort und Text fest.


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